Am Sonntag, dem 30. August startete das Nancy-Grace-Roma-Weltraumteleskop der NASA erfolgreich in den Orbit. Es soll vor allem Fragen bezüglich der sogenannten „Dunklen Energie“ beantworten und bei der Erforschung von Exoplaneten helfen.
Um 13.26 Uhr österreichischer Zeit startete das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop auf einer „Falcon Heavy“-Trägerrakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX in seine für fünf Jahre vorgesehene Mission zur Erkundung unseres Universums. In den 90 Tagen nach dem Start bereitet das Teleskop die Messinstrumente vor, während es sich auf dem Weg zum Einsatzort, einem Orbit um den Lagrange-Punkt 2 (auch L2 genannt) des Sonne-Erde-Systems befindet. Etwa 1,5 Mio. Kilometer von der Erde entfernt, umkreisen diesen Punkt bereits mehrere Weltraumteleskope, zum Beispiel das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA oder das Euclid-Teleskop der ESA.
Das Nancy-Grace-Roman-Teleskop hat vor allem den Auftrag, Antworten über die bisher hauptsächlich nur theoretisch vermutete und noch nicht empirisch bestätigte „Dunkle Energie“ zu finden. Laut klassichen kosmologischen Vorstellungen hätte die Ausdehnung des Universums nach dem Urknall immer weiter abbremsen sollen, stattdessen scheint sich diese Ausdehnung des Raumes sogar noch zu beschleunigen. Es wird vermutet, dass die „Dunkle Energie“ dafür verantwortlich sei. Doch beobachten konnte man sie bisher nie, daher der Name. Ebenso soll das Teleskop bei der Erforschung von Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, weiterhelfen und widmet sich dabei besonders Forschungsfragen, die bei der Suche nach Leben im All helfen könnten. Zwar wird dabei nicht direkt nach Signaturen des Lebens gesucht, jedoch sollen die Messungen über Beschaffenheit und Entstehung von Planetensystemen Auskünfte über die Möglichkeit dessen liefern. Dabei wird sich der Effekt der Gravitationslinse zunutze gemacht, die durch die Verzerrung des Lichts durch größere Objekte im Vordergrund selbst Himmelskörper finden kann, die nur etwas größer sind als unser heimischer Mond. Bei Exoplaneten die der Erde näher gelegen sind, soll jedoch auch ein Direktablichtungsverfahren („direct imaging“) zum Einsatz kommen. Auch hat es die Aufgabe, primordiale Schwarze Löcher, also Schwarze Löcher die sehr früh während des Urknalls gebildet haben sollen, ausfindig zu machen.
Benannt ist das Teleskop nach Nancy Grace Roman, einer US-amerikanischen Astronomin und der ersten „Chief of Astronomy“ der NASA. Sie trug maßgeblich zur Klassifikation und Erforschung der Bewegung von Sternen bei, und war auch zentral an der Entwicklung des Hubble-Weltraumteleskop beteiligt.
Noch vor wenigen Monaten hat es durch Kürzungen am NASA-Budget und dem Streichen einer zentralen Marsmission durch die US-Regierung Sorge um wissenschaftliche Projekte unter Astronominnen und Adlstronomen gegeben. Auch wenn das Nancy-Grace-Roman-Teleskop durch die Kürzung nicht direkt gefährdet war, ist der Start eines solch wichtigen und für die weitere astronomische und kosmologische Forschung zentralen Projekts dennoch eine Erleichterung für Enthusiasten der wissenschaftlichen Erforschung des Universums – ob nun als Amateur oder professionell.
Quelle: Nasa





















































































