HomeInternationalesIndonesien: Kundgebungen nach größerem Arbeitsunfall

Indonesien: Kundgebungen nach größerem Arbeitsunfall

19 Arbeiterinnen und Arbeiter der Nickelindustrie verstarben bei einem Brand, der sich durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens ereignete.

Jakarta. Drei Tage nach einem Brand, bei dem 19 Beschäftigte ums Leben kamen, haben Hunderte von Arbeitern in der indonesischen Nickelindustrie am Mittwoch eine friedliche Kundgebung abgehalten, um höhere Standards für die Arbeitssicherheit zu fordern.

Bei dem Brand am Sonntag in einem Nickelschmelzofen der indonesischen Tsingshan Stainless Steel, einer Einheit der chinesischen Tsingshan Holding Group, kamen nach Angaben der örtlichen Polizei 11 indonesische und acht chinesische Arbeiter ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Der Betrieb dieser Hütte wurde ausgesetzt, während die Polizei die Brandursache untersucht, sagte Dedy, aber die anderen Anlagen im Park laufen normal.

Höhere Sicherheitsstandards gefordert – ansonsten wird gestreikt

Die Gewerkschaften drohten mit einem Streik, falls ihre Forderungen nicht vollständig erfüllt würden. Laut Katsaing, dem Vorsitzenden der Arbeitergewerkschaft Serikat Pekerja Indonesia Sejahtera (SPIS), nahmen am Mittwoch etwa 300 Arbeiterinnen und Arbeiter an der Kundgebung teil.

„Unsere Hauptforderung ist, dass die Unternehmen das Arbeitsschutzgesetz einhalten“, sagte er und fügte hinzu, dass die Unternehmensleitung auf eine Reihe von Forderungen „gut reagiert“ habe. Die Gewerkschaften würden jedoch weiterhin auf andere Forderungen drängen, und Streiks seien möglich, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden, fügte er hinzu.

Der Industriepark, der sich über 3.000 Hektar auf der östlichen Insel Sulawesi erstreckt, konzentriert sich auf die Nickelverarbeitung und beschäftigt rund 70.000 Arbeiterinnen und Arbeiter vielen Unternehmen. Der stellvertretende Minister Afriansyah Noor versprach, dass das indonesische Arbeitsministerium die Gesetze zur Arbeitssicherheit verschärfen würde.

Indonesien, der weltweit größte Nickelproduzent, hat die Ausfuhr von unverarbeitetem Nickelerz verboten, um die inländische Verhüttung und Verarbeitung zu fördern, doch in den letzten Jahren kam es in diesem Sektor zu mehreren tödlichen Zwischenfällen.

Quelle: Reuters

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