Hafenarbeiter aus 6 Ländern führen am 6. Februar koordinierte Arbeitskampfmaßnahmen durch und bestreiken über 20 Häfen, vor allem am Mittelmeer. Der Internationale Aktionstag steht unter dem Motto: „Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg!“. Aufgerufen zum Streik haben die italienische Gewerkschaft Unione Sindicale di Base (USB), Enedep (Griechenland), Liman-Is (Türkei), LAB (Baskenland, Spanien) und die Organisation Démocratique du Travail (ODT) aus Marokko.
Zu den Kernpunkten des Aufrufs zum Aktionstag gehört die Forderung nach einem Ende des Völkermordes von Israel an den Palästinensern, der von USA, EU und NATO offen unterstützt wird sowie die Ablehnung des EU-Wiederbewaffnungsplans „ReArm Europe“. Die USB betonte, dass der Streik dazu dienen soll, „sicherzustellen, dass die Häfen in Europa und im Mittelmeerraum Orte des Friedens sind, die frei von jeglicher Beteiligung am Krieg sind“.
Die Aktionen finden simultan an über 20 Häfen in Europa und Nordafrika statt. So kommt es in Griechenland zu Aktionen am Hafen von Piräus und Elefsina, in der Türkei in Antalya und Mersin, in Marseille (Frankreich) sowie Bilbao und Pasaia (Spanien). Darüber hinaus werden zahlreiche Häfen Italiens bestreikt, darunter etwa Palermo, Livorno, Genua, Ravenna und Triest. Auch in Marokko kommt es zu Aktionen an den Häfen von Tanger, Casablanca und Safi.
Solidaritätsaktionen wurden durch unabhängige Hafenarbeitergruppen aus Bremen und Hamburg angekündigt. Der Weltgewerkschaftsbund veröffentlichte eine Solidaritätserklärung, in der er die Mobilisierungen am 6. Februar und die Forderungen der Hafenarbeiter unterstützt. Ebenso gab es Solidaritätserklärungen von der brasilianischen Ölarbeitergewerkschaft sowie der Gewerkschaft SEIU Local 26 aus Minneapolis (USA), einer der Hauptakteure des Generalstreiks gegen die mordende Abschiebebehörde ICE.
Die bevorstehende koordinierte Aktion ist die erste Mobilisierung der Hafenarbeiter in diesem Jahr, nachdem es 2025 im gesamten Mittelmeerraum zu Hafenblockaden und Streiks wegen Waffenlieferungen im Zusammenhang mit dem Völkermord Israels an den Palästinensern im Gazastreifen gekommen war.
Quellen: USB/902.gr/The Cradle




















































































