Neue Angriffe auf beiden Seiten, diplomatische Kontakte zwischen Washington und Moskau sowie deutliche Warnungen aus Europa unterstreichen die anhaltende Eskalation des Konflikts. Die deutsche Luftwaffe will jeden Zentimeter NATO-Gebiets verteidigen.
Moskau/Washington D.C. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine entwickelt sich weiter über die unmittelbaren Frontlinien hinaus. In Kiew wurde über Nacht ein großangelegter Angriff gemeldet, bei dem unter anderem die Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters betroffen war. Zudem brachen Brände im Dowschenko-Filmstudio sowie im Wohnkomplex Comfort Town aus.
Zeitgleich wurden nach Angaben russischer Behörden mehrere Industrieanlagen in Russland Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Südlich von Moskau fielen Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände eines Chemiewerks. Beide Seiten setzen damit ihre Angriffe auf infrastrukturelle Ziele fort.
Neue diplomatische Kontakte und unterschiedliche Signale
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS erklärte US-Präsident Donald Trump in einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass ein Ende des Krieges von entscheidender Bedeutung sei und er bereit sei, dabei zu helfen. Im Anschluss forderte der russische Außenminister Sergej Lawrow Trump auf, den Konflikt nicht Europa zu überlassen.
Darüber hinaus telefonierte Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Nach Darstellung Selenskyjs stand die Frage im Mittelpunkt, welche Schritte derzeit zu einer Friedenslösung beitragen könnten. Reuters berichtete außerdem, Selenskyj habe Putin ein Treffen während des G7-Gipfels vorgeschlagen. Zugleich hieß es aus Kreisen der US-Regierung, dass für Trump stattdessen bilaterale Gespräche mit mehreren anderen Staats- und Regierungschefs vorgesehen seien.
Europa verschärft seinen Kurs und EU-Erweiterung schreitet voran
Während die diplomatischen Kontakte fortgesetzt werden, verschärfen mehrere EU-Staaten ihren sicherheitspolitischen Kurs. Der Inspekteur der deutschen Luftwaffe erklärte in einem Interview mit der Zeitung The Telegraph, Deutschland sei bereit, im Falle eines russischen Angriffs „jeden Zentimeter“ des NATO-Gebiets zu verteidigen. Er betonte, dass innerhalb des Bündnisses keine unterschiedlichen Sicherheitszonen existierten und nannte mögliche militärische Reaktionen auf einen Angriff.
Parallel dazu beginnen die Ukraine und Moldawien die erste Phase ihrer Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Die Gespräche waren zuvor blockiert gewesen und wurden nach der politischen Veränderung in Ungarn wieder aufgenommen. Die EU-Mitgliedstaaten beschlossen am vergangenen Freitag einstimmig die Aufnahme der „ersten Verhandlungsgruppe“. Vertreterinnen und Vertreter der EU bezeichneten die Erweiterung als „strategische Entscheidung“.
Quelle: 902.gr


















































































