HomeKlassenkampfIWF warnt auf Alpbachforum vor drohenden Insolvenzen

IWF warnt auf Alpbachforum vor drohenden Insolvenzen

Tirol. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) warnt bei ihrem virtuellen Treffen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Raiffeisenbank-International-Vorstand Johann Strobl am Montag im Rahmen des Alpbachforums vor den Folgen der Krise. Kristalina Georgiewa spricht in diesem Zusammenhang von einer möglichen Verdreifachung der Insolvenzen von Klein- und mittelständigen Unternehmen (KMU). Dieses Szenario hält der IWF für realistisch, wenn die Staaten diesen nicht unter die Arme greift. Die Referentin hält jedoch fest, dass, um dies zu vermeiden, weltweit bereits Rettungspakete in der Höhe von elf Billionen Dollar ausgeschüttet wurden. Überraschend (oder vielleicht auch nur prä-Corona überraschend) fordert die IWF-Chefin, dass diese nicht zu früh auslaufen dürften. Seit der Corona-Pandemie zeigt sich, dass selbst die ehemals größten Verfechterinnen und Verfechter des ungebremsten Kapitalismus in der Krise wieder nach einem starken Staat rufen. Dies wird jedoch den natürlichen Gang des Kapitalismus nicht aufhalten. Die Krisenlösungen des Kapitals lösen die Krise nicht für die Arbeiterklasse, es ist dennoch eine länger anhaltende erhöhte Arbeitslosigkeit zu erwarten sowie andauernde Inanspruchnahme der Kurzarbeit. Auch die Tendenz der Monopolisierung wird durch Staatshilfen nicht aufgehalten, zumal diese vielfach bei den KMUs gar nicht erst anzukommen scheinen. Auch der österreichische Kreditschutzverband warnt vor Insolvenzverschleppung und rechnet spätestens 2021 mit hohen Zahlen.

Quelle: Standard/Zeitung der Arbeit/ORF

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