Die Juli-Bilanz der Geosphere Austria fällt verheerend aus: Es war der viertwärmste Juli der 260-jährigen Messgeschichte. Lediglich die Julimonate 2006, 2015 und 2024 waren im Schnitt noch wärmer. Am Dienstag und Mittwoch wurden aber wieder Hitzerekorde gebrochen: In Wien-Stammersdorf hatte es am Dienstag 41 Grad, in Bad Deutsch-Altenburg am Mittwoch 41,2 Grad.
Wien. Was die Spitzenwerte anbelangt, war der Juli 2026 allerdings klare Nummer eins: Am 31. Juli zeigte die GeoSphere-Messstation Wieselburg (NÖ) 40,3 Grad an – um 0,6 Grad mehr als der bisherige Allzeit-Julirekord aus dem Jahr 1983 (39,7 Grad in Dellach im Drautal). An vielen Messstellen wurden noch nie so hohe Temperaturen gemessen.
Laut GeoSphere Austria wurden erstmals in der österreichischen Messgeschichte an drei Tagen in Folge Temperaturen von 40 Grad oder mehr registriert. Am Mittwoch (5. August) erreichte Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) mit 41,2 Grad den bisherigen Höchstwert der Hitzewelle und übertraf den Allzeit-Hitze-Rekord, der am Vortag in Wien-Stammersdorf erreicht wurde (41,0 Grad). Auch in Wien-Stammersdorf wurden am Mittwoch erneut 41,0 Grad gemessen, während mehrere weitere Messstationen die 40-Grad-Marke überschritten.
Die Hitzewellen dieses Sommers zeigen erneut, dass der Klimawandel längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr ist.Temperaturen von bis zu 40 oder 41 Grad belasten nicht nur den Kreislauf, den Schlaf und die körperliche Leistungsfähigkeit. Sie greifen auch die Psyche an. Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, Schlafmangel, Angst und depressive Verstimmungen nehmen bei extremer Hitze zu. Besonders betroffen sind Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, ältere Menschen, Menschen mit Demenz, Schizophrenie, Depressionen oder Angststörungen sowie all jene, die sich der Hitze im Alltag kaum entziehen können.


















































































