HomePanoramaSpekulanten treiben Mieten in die Höhe

Spekulanten treiben Mieten in die Höhe

Die Kosten fürs Wohnen werden für viele unerträglich, während Immobilienhaie das Geschäft ihres Lebens machen.

Wien. Die jüngste Integral-Umfrage zum Thema Wohnen im Auftrag eines Immobilienportals zeigt die Misere, in der viele Mieterinnen und Mieter stecken. Ende Jänner 2022 sagten bereits 45 Prozent, dass ihre Belastung durch Wohnkosten extrem gestiegen sei. Noch im November 2020 waren es „nur“ 22 Prozent. Tatsächlich sind die durchschnittlichen Mieten seit 2008 um 60 % angezogen; sie ziehen den Einkommen zunehmend davon.

Bereits jeder vierte Haushalt gibt mehr als 40 Prozent des Netto-Einkommens für Wohnen aus. Empfohlen wären unter 30 %, doch das schafft nur mehr eine Minderheit. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Immobilienkonzerne machen gerade auch in der aktuellen Situation ein extrem gutes Geschäft, die großen Player der Branche fahren enorme Gewinne ein.

Dass gerade die gewinnorientierte Immobilienbranche Teil des Problems ist, zeigt sich am Beispiel Wien: Hier wurden in den vergangenen beiden Jahren erstmals seit Langem wieder mehr Wohnungen fertiggestellt, als durch Zuzug Bedarf entstanden wäre. Doch am Trend stark steigender Mieten hat dies nichts geändert. Tatsächlich sind viele der neuen Wohnungen lediglich Anlege- sprich Spekulationsobjekte, die für Haushalte mit niedrigem Einkommen außerhalb der Möglichkeiten liegen. Die Stadt Wien verweist gerne auf die vorhandenen Gemeindewohnungen, lässt ihren vollmundigen Ankündigungen von Neubauten jedoch kaum Taten folgen.

Quelle: Zackzack

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