Hamburg. Marseille. Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd und die französische Reederei CMA CGM setzen alle Buchungen von und nach Kuba aus. Das teilten die beiden Unternehmen am Sonntag unabhängig voneinander mit. Sie folgen somit dem US-Dekret zur Verschärfung der Sanktionen gegen Kuba vom 1. Mai. Hapag-Lloyd begründet den Schritt mit Risiken, die mit der Einhaltung von Richtlinien, die das Dekret umfasst, zusammenhängen.
Der Stopp aller Transporte durch zwei der größten Reedereien weltweit könnte bis zu 60 Prozent des gesamten kubanischen Schiffsverkehrsaufkommens gefährden, berichtet Reuters und beruft sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Schritt der beiden Großreedereien ist in jedem Fall voll und ganz im Interesse des US-Kapitals und seiner Regierung, die Kuba wirtschaftlich erdrosseln wollen, um die revolutionäre Regierung und den Sozialismus zu stürzen. Die Energieblockade und die verschärften Sanktionen treffen das Land und die Bevölkerung Kubas hart. Die humanitäre Lage auf Kuba sei kaltblütig kalkuliert und inszeniert, so Miguel Díaz-Canel Bermúdez, erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsident der Republik.
Die österreichische Regierung schweigt unterdessen zu der völkerrechtswidrigen Blockade. Das kritisierten die Partei der Arbeit und die Jugendfront zuletzt im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung: „Die gegenwärtige Doppelmoral in der Außenpolitik, Menschenrechtsverletzungen nur dort zu verurteilen, wo es den Interessen der US- und EU-Monopole entspricht, ist eine Verletzung der gebotenen Neutralität der österreichischen Außenpolitik.“
Quellen: Handelsblatt/Granma

















































































