Die Sparmaßnahmen im Hochschulbereich zeigen erste konkrete Folgen: An der Johannes Kepler Universität Linz wird ein bereits vorbereitetes Bachelorstudium für Quantenwissenschaften vorerst nicht starten. Grund dafür sind fehlende finanzielle Mittel.
Linz. Die angekündigten, historisch noch nicht dagewesenen Budgetkürzungen an Österreichs Universitäten haben erste Auswirkungen gezeitigt. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz verschiebt den geplanten Start eines neuen Bachelorstudiums im Bereich Quantenwissenschaften. Das Studium hätte im kommenden Herbst beginnen sollen, kann aufgrund des finanziellen Drucks jedoch vorerst nicht angeboten werden.
Quantenwissenschaften gelten international als eines der bedeutendsten Zukunftsfelder in Forschung und Technologie. Entsprechend groß war das Interesse an dem neuen Studienangebot, das laut Universität bereits vorbereitet war und Studierende aus dem In- und Ausland anziehen sollte.
JKU-Rektor Stefan Koch betont, dass die Universität an den Plänen festhalten wolle. Derzeit fehlten jedoch die finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung. Koch hofft auf eine künftige Finanzierung, die den Universitäten mehr Planungssicherheit gibt und die Einführung des Studiengangs zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht.
Nach Angaben der Universitätsleitung geht es um einen zusätzlichen Aufwand von mehreren Millionen Euro für Lehre und Personal. Andere Studienrichtungen seien aktuell nicht von Einsparungsmaßnahmen betroffen.
Die Verschiebung des Bachelorstudiums für Quantenwissenschaften gilt damit als erste konkrete Folge der Budgetkürzungen im österreichischen Hochschulbereich. Wann das Studium tatsächlich starten kann, ist derzeit offen.
In einer jüngst erschienenen Stellungnahme der Partei der Arbeit heißt es:
„Die angekündigten Kürzungen im Hochschulbereich sind Ausdruck von Kapitalinteressen, die eine weitere Kommerzialisierung von Bildung, Wissenschaft und öffentlicher Daseinsvorsorge unter dem Vorwand eines vermeintlichen Sparzwangs anstreben. Es zeigen sich auch hier die Widersprüche kapitalistischer Krisenpolitik: während Milliarden für Aufrüstung und Förderungen für Konzerne bereitgestellt werden, sollen Studierende und Beschäftigte an Universitäten, Hochschulen und Universitätskliniken die Kosten von Krieg und Krise tragen.“
Quelle: ORF


















































































