Washington. „Die USA verfügen über Waffen zur Weltraumkontrolle im Orbit“, verkündete Troy Meink, Sekretär der US Space Force am Montag. Diese seien „in der Lage, den gemeinsamen Kampfverband gegen feindliche Aktionen zu verteidigen“.
Die Weltraumkontrolle umfasse die Einsatzbereiche, „die erforderlich sind, um den Weltraum zu kontrollieren und zu verteidigen“, so Meink. Dabei kämen „kinetische und nicht kinetische Mittel“ zum Einsatz. Diese könnten „sowohl für offensive als auch für defensive Zwecke eingesetzt werden“.
Kinetische Waffen wirken durch physischen Kontakt. Bei nicht kinetischen Waffen handelt es sich beispielsweise um Laser, die optische Sensoren blenden können oder Störsender, die Satelliten beeinträchtigen. Meink nannte jedoch keine weiteren Details zu den Waffensystemen und lehnte es auch auf Nachfrage ab, auf Einzelheiten einzugehen. Ebenso unklar ist, wann die Waffen in den Orbit geschafft wurden.
Die US Space Force wurde 2019 unter Präsident Donald Trump gegründet und ist Teil der US Air Force. Es handelte sich bei ihrer Gründung um einen weiteren Schritt im imperialistischen Wettrüsten zwischen den USA sowie China und Russland, das nun auch im All geführt wird. Satelliten sind längst von zentraler Bedeutung für Kommunikation, Aufklärung, Navigation und damit für die Führung moderner Kriege. Wer die gegnerischen Systeme ausschalten und gleichzeitig die eigenen schützen kann, verschafft sich erhebliche militärische Vorteile.
Der Weltraumvertrag von 1967 verbietet zwar den Einsatz von Atomwaffen oder Massenvernichtungswaffen in der Umlaufbahn, untersagt jedoch weder den Einsatz konventioneller Waffen im Weltraum noch den Einsatz bodengestützter Waffen gegen Objekte im Weltraum.
Im vergangenen Dezember unterzeichnete Trump eine Durchführungsverordnung, in der er die Überlegenheit der USA im Weltraum als „Maßstab für nationale Weitsicht und Willenskraft“ bezeichnete, wobei er den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Raketenabwehrtechnologien der nächsten Generation und die Sicherung der Fähigkeit des Landes legte, Bedrohungen entgegenzuwirken, einschließlich „jeglicher Stationierung von Atomwaffen im Weltraum“.
Die Durchführungsverordnung war ein Schritt in Richtung des von Trump vorgeschlagenen Raketenabwehrsystems „Golden Dome“ – eines mehrere Milliarden Dollar teuren Vorhabens, das vom israelischen „Iron Dome“ inspiriert ist und laut offiziellen Angaben den USA ermöglichen würde, Raketen aus allen Teilen der Welt abzufangen.
Quelle: CNN




















































































