Karl Marx ist seit dem 6. Februar 2026 mit einer lebensgroßen Statue im öffentlichen Raum Chennais präsent.
Am 6. Februar 2026 wurde in Chennai, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu, eine lebensgroße Statue von Karl Marx enthüllt. Der Standort befindet sich im Bereich des Government Museum-Komplexes in Egmore, der Teil des Connemara Public Library–State Museum-Areals ist. Die Enthüllung nahm der Ministerpräsident von Tamil Nadu, M. K. Stalin, vor.
Die Veranstaltung wurde von der Landesregierung organisiert und durch eine Ausstellung zu Leben und Ideen von Karl Marx ergänzt. Damit erhielt die Einweihung einen ausdrücklich ideologischen Rahmen und ging über einen rein symbolischen Akt hinaus.
Anwesend waren zahlreiche politische Persönlichkeiten aus dem kommunistischen, linken und progressiven Spektrum Indiens. Dazu zählten unter anderem der Landesvorsitzende der Kommunistischen Partei Indiens (Marxistisch), P. Shanmugam, der Landesvorsitzende der Kommunistischen Partei Indiens, M. Veerapandian, der Gründer der Viduthalai Chiruthaigal Katchi (VCK), Thol. Thirumavalavan, der Vorsitzende der MDMK, Vaiko, sowie der Präsident des Tamil Nadu Congress Committee (TNCC), K. Selvaperunthagai. Ebenfalls anwesend waren der langjährige CPI(M)-Funktionär G. Ramakrishnan, der Direktor von THG Publishing Private Ltd., N. Ram, und der DMK-Abgeordnete des indischen Unterhauses Lok Sabha, T. R. Baalu.
Auch mehrere Minister der Regierung von Tamil Nadu, darunter Ma. Subramanian, P. K. Sekarbabu und E. V. Velu, nahmen an der Enthüllung teil.
Die Errichtung der Marx-Statue in einer der größten Metropolen Indiens stellt eine sichtbare und lebendige Bezugnahme auf die marxistische Theorie und Tradition dar und unterstreicht deren fortgesetzte Präsenz im politischen und öffentlichen Raum des Bundesstaates Tamil Nadu. Während anderswo der öffentliche Raum kommunistischer Denkmäler beraubt wird, zeigt die Karl Marx-Statue in Chennai, dass mit Marx noch zu rechnen ist und die Auseinandersetzung um soziale Gerechtigkeit, Klassenkampf und revolutionäre Alternativen weiterlebt – eben so lange, wie Klassengesellschaften bestehen.




















































































