Andy Burnham, der ehemalige Bürgermeister von Manchester, hat die Nachwahl in Makerfield eindeutig gewonnen. Damit hat er den Weg für eine Herausforderung um den Vorsitz der sozialdemokratischen Labour-Partei gegen den zunehmend unpopulären Kier Starmer geebnet.
Er gewann die Wahl mit 54 Prozent der Stimmen; der zweitplatzierte Kandidat der Reformpartei erhielt 35 Prozent. Den britischen Bestimmungen zufolge kann nur ein Abgeordneter für den Parteivorsitz kandidieren.
Burnham gilt weithin als Kandidat der „gemäßigten Linken“; ein Labour-Abgeordneter erklärte jedoch gegenüber der Times: „Viele von uns sind zunehmend frustriert darüber, dass er als Retter der Linken dargestellt wird, obwohl er nichts dergleichen ist.“
Er hat sich zuvor für Maßnahmen wie die Renationalisierung der privatisierten Wasser- und Stromversorger eingesetzt, wenngleich er diesen Standpunkt kürzlich dahingehend abgemildert hat, dass diese unter öffentliche Kontrolle gestellt werden sollen.
Er hat deutlich gemacht, dass er die Einwanderungspolitik der Regierung unterstützt, und sich verpflichtet, die Vorschriften des Finanzministeriums in Bezug auf Ausgaben und Verschuldung einzuhalten.
Seine Haltung zu Palästina bleibt unklar, obwohl eine neue Labour-Führung ihre Position wahrscheinlich von der sklavischen Pro-Israel-Haltung der derzeitigen Starmer-Führung abwenden würde.
Die Labour-Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Emily Thornbury, kritisierte kürzlich das Scheitern ihrer eigenen Regierung, die Anerkennung Palästinas weiterzuverfolgen, und griff die „erschreckende Straffreiheit“ der Netanjahu-Regierung an. Selbst der rechtsgerichtete Kandidat für den Parteivorsitz, Wes Streeting, sprach von „möglichen Kriegsverbrechen“ der Israelis.
Das Beste, was man über Burnham sagen kann, ist, dass er den Putschversuch gegen die Führung von Jeremy Corbyn nicht unterstützt hat. Seine Wahl wurde dadurch ermöglicht, dass Josh Simons, ein Abgeordneter der Blair-Fraktion und Vorsitzender der rechtsgerichteten „Labour Together“-Fraktion, zugunsten von ihm zurücktrat.
Durch Burnhams Wahl wird das Amt des Bürgermeisters von Manchester frei, wo die Labour-Partei in einen scharfen Wahlkampf sowohl gegen die Reformpartei als auch gegen die Grünen verwickelt ist.
Quelle: The Guardian/The Guardian


















































































