Der aktuelle Ausbruch des Dengue-Fiebers im Jemen forderte bereits einige Tote. Die Epidemie belastet das bereits schwächelnde Gesundheitssystem weiter.
Mukalla. Seit Jänner dieses Jahres kämpft die jemenitische Bevölkerung mit einer anhaltenden Epidemie des Dengue-Fiebers. Bisher wurden 7.815 Infektionen und 33 Todesfälle registriert.
Diese Krankheit wird durch eine Virus ausgelöst, der von bestimmten Mückenarten übertragen wird. Die Erkrankung kann hohes Fieber, Gelenkschmerzen und Hautauschläge verursachen. 75 Prozent der Infektionen verlaufen nahezu symptomplos. Wird eine Person aber ein zweites Mal infiziert, kann die Krankheit zu lebensgefährlichen Folgen wie inneren Blutungen oder Kreislaufschocks führen. Für das Dengue-Fieber gibt es keine direkten Behandlungsmöglichkeiten – es können nur Symptome behandelt werden.
Die starke Verbreitung dieser schwerwiegenden Krankheit trifft auf ein marodes Gesundheitssystem im Jemen. Dieses wurde durch Jahre des Krieges, wirtschaftliche Krisen und wiederkehrende Krankheitsausbrüche an den Rand des Zusammenbruchs gedrängt.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich viele Teile der Bevölkerung nicht leisten können, die teilweise langen Wege in die Spitäler auf sich zu nehmen. Viele Personen kommen also erst in Behandlung, wenn die Symptome bereits einen gefährliches Stadium erreicht haben. Die Behandlung in den Krankenhäusern ist zwar kostenlos, viele Betroffene können sich jedoch die Medikamente für die Zeit nach der Entlassung nicht leisten.
Die krisenhafte Lage im Jemen führt auch dazu, dass die Prävention von Ausbrüchen verschiedenster Krankheiten nicht ausreichend finanziert und deshalb nur bedingt effektiv ist. Hinzu kommt, dass große Teile der Bevölkerung sich nicht leisten können, ihre Wasserspeicher ausreichend abzudecken oder zu verschließen, was diese zu idealen Brutstätten für weitere krankheitsübertragende Mücken macht.
Quelle: Al Jazeera


















































































