Am Mittwoch, also zum Höhepunkt der Hitzewelle, verkündete die Regierung, Maßnahmen zum Hitzeschutz an Schulen zu treffen.
Wien. Beschattung, Begrünung, Entsiegelung, Fenstertausch und Hitzeschutzfolien sollen Schulen künftig besser gegen die steigenden Temperaturen wappnen. Ein konkretes Budget für die notwendigen baulichen Maßnahmen fehlt jedoch. Dabei ist seit Jahren bekannt, dass viele Schulen nicht für die zunehmenden Hitzewellen gerüstet sind.
Abgesehen von baulichen Maßnahmen, für die jedoch kein Budget beschlossen wurde, wird das Problem lediglich verlagert. Die Schulen sollen sich künftig am Warnsystem von Geosphere Austria orientieren und ab Warnstufe 2 (gefühlte Temperatur über 30 Grad) autonom über Maßnahmen entscheiden können. Ab Warnstufe 3 (ab 35 Grad) können Schulen die Unterrichtszeit verkürzen, Pausen verlängern und den Unterricht früher beenden. Die Schülerinnen und Schüler sollen dann zuhause weiterschwitzen. Und die Eltern von Kindern, die noch zu jung sind, um eigenständig von der Schule nach Hause zu gelangen und dort alleine zu bleiben, sollen sich das dann halt irgendwie einteilen – Kinderbetreuung ist ja ohnehin keine Arbeit in den Augen von Bundeskanzler Stocker.
Auch dass Maßnahmen wie das Verschieben von Schularbeiten künftig möglich sein sollen, greift zu kurz. Wenn ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler sowie auch der Lehrkräfte bei Hitze mit Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und Erschöpfung zu kämpfen hat, liegt das Problem nicht bei einzelnen Leistungsüberprüfungen. Dann sind die Bedingungen, unter denen der Unterricht stattfindet, schlicht unzumutbar.
Kindergärten und Horte spielen in den aktuellen Plänen gar keine Rolle, obwohl gerade die jüngsten Kinder besonders gefährdet sind. Gleichzeitig bleiben diese Einrichtungen auch während der heißesten Monate geöffnet.
Quelle: Der Standard















































































