Die Europarlamentsgruppe der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) verurteilt das geschichtslose Konstrukt der Europäischen Union, das den Faschismus mit dem Kommunismus gleichsetzen will, aufs Schärfste.
Brüssel. Jedes Jahr am 23. August bemühen die Europäische Union und ihre Kommission dasselbe reaktionäre Narrativ: Sie rufen den „Europäische Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus“ aus. Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich der gezielte, politisch motivierte Versuch, den Kommunismus mit dem Monster des Faschismus auf eine Stufe zu stellen und die Geschichte umzuschreiben. Die Europarlamentsgruppe der KKE hat in einer aktuellen Erklärung dieses geschichtslose Konstrukt in Trümmer gelegt.
Die Heuchelei der EU-Kommission
Wie tief der Antikommunismus in den EU-Institutionen verwurzelt ist, zeigte sich bereits im Mai dieses Jahres. Die EU-Kommission forderte die KKE-Abgeordneten im Europaparlament provokant auf, eine parlamentarische Anfrage zu den 200 kommunistischen Helden von Kaisariani – die am 1. Mai 1944 von den deutschen Besatzern hingerichtet worden waren – zurückzuziehen. Die Begründung der Kommission: „Historische Narrative und deutsche Kriegsreparationen“ fielen nicht in ihre Kompetenz.
Wenn es darum geht, die historische Wahrheit zu verteidigen, erklärt sich die EU für unzuständig. Geht es jedoch darum, antikommunistisches Gift zu verspritzen, steht sie in der ersten Reihe. Diese Haltung offenbart den inakzeptablen Versuch, die hingerichteten kommunistischen Widerstandskämpferinnen und ‑kämpfer mit ihren nationalsozialistischen Henkern gleichzusetzen.
Verschwiegene Wahrheiten: Das Münchner Abkommen
Zur Begründung ihrer Gleichsetzung zieht die EU gerne das Datum des 23. August heran – den Tag der Unterzeichnung des Nichtangriffspakts zwischen der Sowjetunion und Deutschland, dem Molotow-Ribbentrop-Pakt. Dabei blenden die bürgerlichen Geschichtsschreiber jedoch geflissentlich das Münchner Abkommen von 1938 aus. In diesem Abkommen gaben Großbritannien, Frankreich und Italien dem NS-Regime freie Hand und ebneten Hitler den Weg für seine expansionistischen Pläne, allen voran den Vernichtungsfeldzug gegen die UdSSR.
Die imperialistische Geschichtsfälschung versucht zu verschleiern, dass die eigentlichen Ursachen des Zweiten Weltkriegs in den kapitalistischen Rivalitäten um Märkte, Einflusssphären und Handelswege lagen.
Wer trug die Hauptlast?
Es war die Sowjetunion, die die Hauptlast des Kampfes gegen den Faschismus trug und einen unvorstellbaren Blutzoll von über 25 Millionen Toten sowie mehr als 10 Millionen Verletzten und Invaliden zahlte. Es war die Rote Armee, die schließlich die rote Fahne mit Hammer und Sichel triumphierend auf dem Reichstag hisste.
Ebenso entscheidend war der Beitrag der von Kommunistinnen und Kommunisten angeführten nationalen Befreiungsbewegungen in ganz Europa. Während die demokratischen kapitalistischen Regierungen jahrelang zögerten, eröffneten diese Bewegungen den aktiven Kampf und erzwangen die zweite Front gegen Nazi-Deutschland im Herzen des besetzten Europas.
Die KKE betont, dass die heutige Kampagne der EU vor allem dazu dient, ihre eigene Rolle als Treiber imperialistischer Kriege und Triebfeder für den Abbau von Rechten der Arbeiterklasse zu kaschieren. Während die EU ihre vermeintlichen Werte als Dienst an Frieden und Würde darstellt, eskaliert sie gleichzeitig Angriffe auf die Lebensstandards der Arbeiterklasse in ihren Mitgliedstaaten. In einigen EU-Ländern geht dies so weit, dass kommunistische Parteien verboten werden.
Doch die Geschichte lässt sich nicht einfach überschreiben. Die historischen Fakten sind fest im Bewusstsein der Völker verankert. Die KKE erinnert daran, dass die Antwort der Arbeiterklasse auf die heutige kapitalistische Barbarei nur der organisierte Kampf sein kann – für eine Gesellschaft, die den Bedürfnissen der Menschen entspricht: den Sozialismus-Kommunismus.
Quelle: 902.gr/International Communist Press





















































































