Der US-amerikanische Chipkonzern Marvell will den Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum für rund 115 Milliarden Dollar (103 Milliarden Euro) übernehmen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die Führungsspitzen beider Konzerne der Übernahme bereits zugestimmt. Marvell bietet den Aktionären von Lumentum 1.132 Dollar je Aktie.
Hintergrund der geplanten Übernahme ist der rasante Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Weltweit werden neue Rechenzentren errichtet, die enorme Datenmengen verarbeiten und übertragen müssen. Dabei gewinnt die optische Verbindungstechnik, insbesondere die Datenübertragung über Glasfaserkabel, zunehmend an Bedeutung. Mit der Übernahme will sich Marvell eine stärkere Stellung auf diesem wachsenden Markt sichern.
Die geplante Milliardenfusion ist auch ein Ausdruck der fortschreitenden Monopolisierung der KI-Branche. Immer größere Kapitalmengen fließen in die Entwicklung und Infrastruktur von künstlicher Intelligenz. Wichtige Technologien und Produktionsmittel konzentrieren sich gleichzeitig immer stärker in den Händen einiger weniger Großkonzerne.
Quelle: ORF




















































































