Kinshasa. Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind seit Mitte Mai mindestens 5.026 Menschen an der gefährlichen Infektionskrankheit gestorben. Insgesamt wurden bislang 10.351 Erkrankungen bestätigt. Damit zählt der aktuelle Ausbruch zu den schwersten Ebola-Epidemien der Geschichte.
Derzeit befinden sich 1.101 Erkrankte in medizinischer Behandlung oder Isolation. Weitere 2.788 Menschen gelten als genesen. Die tatsächliche Zahl der Infektionen und Todesfälle könnte jedoch höher liegen, da sich das Virus nach Einschätzung von Fachleuten bereits Monate vor der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai unerkannt verbreitet haben dürfte.
Ausbreitung über Landesgrenzen hinweg
Verursacht wird die Epidemie durch das Bundibugyo-Virus, eine seltenere Variante des Ebola-Erregers. Besonders betroffen sind die östlichen Provinzen Ituri und Nord-Kivu. Auch außerhalb der Demokratischen Republik Kongo wurden inzwischen Erkrankungen festgestellt.
In Kenia wurden mehrere Infektionen registriert, die auf einen aus dem Kongo eingereisten Patienten zurückgehen. Nigeria meldete am 20. Oktober ebenfalls einen Ebola-Fall. Bereits zuvor waren Erkrankungen in Uganda aufgetreten.
Die Ausbreitung stellt die Gesundheitsbehörden vor erhebliche Herausforderungen. Erschwert wird die Eindämmung unter anderem durch bewaffnete Konflikte, eingeschränkten Zugang zur medizinischen Versorgung und die schwierige Nachverfolgung von Kontaktpersonen.
Kein zugelassener spezifischer Impfstoff
Ebola ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen übertragen wird. Zu den Symptomen gehören Fieber, starke Schwäche, Erbrechen und Durchfall. In schweren Fällen können Blutungen und Organversagen auftreten.
Für die derzeit zirkulierende Bundibugyo-Variante stehen bislang weder ein speziell zugelassener Impfstoff noch eine spezifisch zugelassene antivirale Behandlung zur Verfügung. Impfstoffkandidaten werden derzeit klinisch untersucht. Eine frühzeitige medizinische Versorgung kann die Überlebenschancen verbessern.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Gesundheitsbehörden der betroffenen Länder arbeiten daran, weitere Infektionsketten zu unterbrechen und die Versorgung der Erkrankten sicherzustellen.
Quelle: ORF


















































































