Die Europäische Kommunistische Aktion unterstützt die Proteste von Jugendlichen und Arbeitern in zahlreichen europäischen Ländern sowie den internationalen Hafenarbeiterstreik am 30. Oktober gegen imperialistische Kriege und Militarisierung.
Die Europäische Kommunistische Aktion (ECA) erklärt ihre uneingeschränkte Solidarität mit den zunehmenden Protesten und Arbeitskämpfen in Europa. In einer neuen Erklärung unterstützt sie die Demonstrationen von Schülern, Studierenden und jungen Arbeitern in Frankreich, Italien, Griechenland, Albanien und weiteren Ländern, den Massenstreik in Belgien sowie die großen Demonstrationen gegen die Wohnungskrise in Spanien und Portugal. Zugleich begrüßt sie den für den 30. Oktober angekündigten internationalen Hafenarbeiterstreik unter dem Motto „Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg“.
Widerstand gegen soziale Angriffe und Kriegsvorbereitung
Die ECA verurteilt die brutale Repression gegen die Protestbewegungen sowie die Bestrebungen der Regierungen, Unternehmer und bürgerlichen Parteien, den Widerstand gegen ihre Politik zu unterdrücken. Trotz dieser Angriffe würden Arbeiter und Jugendliche ihre Kämpfe koordinieren und Betriebe sowie Bildungseinrichtungen zeitweise zum Stillstand bringen.
Im Zentrum der Proteste stehen unterschiedliche, miteinander verbundene soziale Fragen: die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und ausreichender personeller Ausstattung im Bildungswesen, nach einem freien Zugang zu Bildung und leistbarem Wohnraum sowie der Widerstand gegen steigende Energie-, Treibstoff- und Lebensmittelpreise. Gleichzeitig kritisiert die ECA die stagnierenden Löhne und Pensionen und die zunehmende Belastung der Bevölkerung durch die Kriegsvorbereitungen.
Die Erklärung stellt diese Entwicklung in einen grundsätzlichen Zusammenhang. Während die großen Konzerne ihre Profite und wirtschaftliche Macht ausbauen, würden die Bedürfnisse der Arbeiterklasse und der breiten Bevölkerung zunehmend missachtet. Die kapitalistische Profitlogik verschärfe Ausbeutung und Unterdrückung und verschlechtere insbesondere die Zukunftsaussichten der Jugend.
Hafenarbeiter stellen sich gegen imperialistische Kriege
Besondere Bedeutung misst die ECA dem internationalen Hafenarbeiterstreik am 30. Oktober bei. Die Mobilisierung soll sich über mehr als 100 Häfen auf vier Kontinenten erstrecken: Europa, Asien, Afrika und Amerika. Im Mittelpunkt steht die Weigerung, Häfen und Transportwege für die Durchführung imperialistischer Kriege und den Transport militärischer Güter zur Verfügung zu stellen.
Die Aktion knüpft an frühere Arbeitskämpfe in mehreren Häfen an, darunter Piräus, Marseille, Le Havre und Genua. Dort hatten Proteste und Streiks den Umschlag beziehungsweise den Transport militärischer Fracht behindert, die nach Darstellung der ECA für den Kriegseinsatz der NATO oder des israelischen Staates bestimmt war. Bereits am 6. Februar 2026 hatte eine internationale Mobilisierung Arbeiter aus 20 Häfen in sieben Ländern zusammengeführt.
Der Widerstand richtet sich nicht allein gegen einzelne Waffenlieferungen. Die ECA sieht darin einen Ausdruck des Kampfes gegen die Einbindung der Arbeiterklasse in die Kriegspläne ihrer Regierungen, der Europäischen Union, der NATO und der USA. Die Beschäftigten in Häfen, auf Schiffen und in anderen Bereichen des Transportwesens könnten durch ihre Arbeitskämpfe unmittelbar in die militärischen Lieferketten eingreifen und damit den von imperialistischen Kriegen betroffenen Völkern den Rücken stärken.
Die Gewerkschaften verbinden den Widerstand gegen die Militarisierung mit sozialen Forderungen. Dazu gehören angemessene Kollektivverträge, höhere Reallöhne, sichere Arbeitsplätze, wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Maßnahmen gegen die steigenden Kosten für Energie, Treibstoff und Lebensmittel. Zugleich wenden sie sich gegen die Abwälzung der Kosten der Kriegsvorbereitung auf die Beschäftigten.
Gegen die Interessen der Monopole
Die ECA betont, dass sich die Arbeiterklasse nicht zwischen konkurrierenden imperialistischen Lagern entscheiden dürfe. Nationale Interessenrhetorik und die Rivalitäten zwischen Monopolen, bürgerlichen Klassen und imperialistischen Zentren dienten dazu, die Beschäftigten politisch zu spalten und für die Interessen des Kapitals einzuspannen.
Dem stellt die Organisation die gemeinsamen Interessen der Arbeiter aller Länder entgegen. Die Arbeitskämpfe zeigten, dass Beschäftigte die kapitalistische Produktion zum Stillstand bringen und sich gegen die Verwendung ihrer Arbeitskraft für imperialistische Kriege zur Wehr setzen können.
Die ECA verbindet diese Perspektive mit ihrer grundsätzlichen Kritik an den kapitalistischen Eigentumsverhältnissen. Ein Wirtschaftssystem, dessen Triebkraft der Profit und dessen Grundlage die Herrschaft der Monopole über die Produktionsmittel sei, stehe im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Arbeiterklasse und der breiten Bevölkerung. Die Erklärung fordert daher, den Widerstand gegen soziale Angriffe und Kriegsvorbereitung zu stärken und den Kampf für eine sozialistische Gesellschaft aufzunehmen.
Abschließend bekräftigt die ECA ihre internationale Solidarität mit den Arbeitern und Völkern, die sich gegen imperialistische Kriege und die damit verbundenen Opfer zur Wehr setzen. Ihre zentrale Forderung lautet: „Häfen den Völkern und dem Frieden, nicht als Ausgangspunkte für die Kriege der Kapitalisten!“


















































































