Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte in rund 150 Verkehrsunternehmen zum Arbeitskampf auf. Hintergrund sind stockende Kollektivverhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen.
Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr bundesweit zu einem zweitägigen Streik am 27. und 28. Februar aufgerufen. Ziel der Arbeitsniederlegung ist es, den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen zu erhöhen.
Von den Gesprächen über einen neuen Kollektivvertrag sind nach Angaben der Gewerkschaft rund 150 Bus‑, Straßenbahn- und Nahverkehrszugunternehmen mit etwa 100.000 Beschäftigten betroffen. Die Verhandlungen werden in mehreren Bundesländern geführt.
Inhaltlich geht es um zentrale Fragen der Arbeitsbedingungen. Verhandelt werden insbesondere Arbeitszeiten und Regelungen zur Schichtarbeit, Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie die Gehälter. Die konkreten Forderungen unterscheiden sich je nach Bundesland.
Laut Verdi kommen die Gespräche bislang nur schleppend voran. Die stellvertretende Vorsitzende Christine Behle erklärte, die Verhandlungen machten kaum Fortschritte, obwohl es in einigen Bereichen bereits vier Gesprächsrunden gegeben habe. Aus ihrer Sicht zeigten die Arbeitgeber bislang nicht ausreichend Verständnis dafür, dass der öffentliche Nahverkehr langfristig nur mit deutlichen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen funktionsfähig bleiben könne.
Quelle: Reuters




















































































