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Frankreich erhöht Militärbudget um 40 Prozent

Während das Budget für die Jahre 2019 bis 2025 noch rund 295 Milliarden Euro betrug, wird es für die Jahre 2024 bis 2030 etwa 413 Milliarden Euro umfassen.

Paris. Frankreich wird in den kommenden Jahren sein Militärbudget um über ein Drittel erhöhen, gab Präsident Emmanuel Macron am Freitag auf dem Militärflugplatz in Mont-de-Marsan im Südwesten des Landes bekannt. Das Militärbudget für die Jahre 2024 bis 2030 wird sich somit auf etwa 413 Milliarden Euro belaufen. Das bedeutet, dass sich die Ausgaben für das Militär 2030 gegenüber 2017, dem Amtsantrittsjahr von Macron, verdoppelt haben werden. Auch das Budget für den militärischen Geheimdienst soll um ganze 60 Prozent aufgestockt werden.

„Frankreich hat und wird Armeen haben, die auf die Gefahren des Jahrhunderts vorbereitet sind“, sagte Macron in seiner Rede auf dem Luftwaffenstützpunkt. „Wir müssen dem Krieg einen Schritt voraus sein“.

Das Geld werde vor allem in die Modernisierung des französischen Atomwaffenarsenals fließen. Auch wird Frankreich massiv in Drohnen und militärische Nachrichtendienste investieren.

Macron kündigte keine neuen Waffen- und Rüstungsexporte in die Ukraine an. Er sagte hingegen, dass Frankreich seine militärische Präsenz in Überseegebieten besondere Aufmerksamkeit schenken werde, vor allem im asiatisch-pazifischen Raum.

Wer für die Aufstockung des Budgets zahlen muss, ist indes klar: Während die französische Regierung die Ausgaben für das Militär in den kommenden Jahren um deutlich über 100 Milliarden Euro erhöhen möchte, arbeitet sie außerdem an einem Anstieg des Pensionsantrittsalters. Aktuell gehen Millionen Französinnen und Franzosen auf die Straßen, um dagegen zu protestieren.

Quelle: Al Jazeera

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