Laut einem UN-Bericht waren 2025 weniger Personen von Hunger betroffen als im vorherigen Jahr. Die Zahl der Hungernden ist aber weiterhin höher, also vor der Covid-Pandemie und es sind immer noch hunderte Millionen Menschen von Hunger betroffen.
Der neueste Bericht der Vereinten Nationen (UN) über den „Stand der Ernährungssicherheit und Ernährung in der Welt“ zeigt, dass im Jahr 2025 weltweit rund 645 Millionen Menschen an Hunger littrn. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 14 Millionen Menschen, im Vergleich zu 2022 sogar um 43 Millionen.
2025 war nach dem Ende der COVID-19-Pandemie bereits das dritte Jahr in Folge, in dem die Zahl der hungernden Menschen zurückging. Dennoch liegt sie weiterhin über dem Niveau von vor der Pandemie.
Größte Ernährungsunsicherheit in Afrika und Asien
Der größte Teil der hungernden Bevölkerung lebt in Afrika. Dort sind rund 309 Millionen Menschen betroffen, etwa 20 Prozent der Bevölkerung. In Asien leiden 292 Millionen Menschen an Hunger, in Lateinamerika und der Karibik 32 Millionen und in Ozeanien 3,7 Millionen.
Noch mehr Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten
Im Jahr 2025 konnten sich rund 2,69 Milliarden Menschen, also 32,7 Prozent der Weltbevölkerung, keine gesunde Ernährung leisten. 2021 lag diese Zahl noch bei 2,97 Milliarden beziehungsweise 37,4 Prozent.
Besonders stark betroffen sind auch hier Afrika, mit 67 Prozent der Bevölkerung, die sich keine gesunde Ernährung leisten können, und Asien mit 29 Prozent. Es folgen Lateinamerika und die Karibik mit 26 Prozent, Europa mit 7 Prozent und Ozeanien mit 5 Prozent.
Hunger als systematisches Problem
Dass so ein großer Teil der Weltbevölkerung an Hunger leidet, ist nicht die Folge von natürlichen Ursachen, wie es in den – oft rassistisch angehauchten – Analysen von bürgerlichen Ökonominnen und Ökonomen propagiert wird. Hunger wird oft auf klimatische Bedingungen, Bevölkerungswachstum oder angeblich mangelnde Entwicklung zurückgeführt, während die ökonomischen Ursachen in den Hintergrund treten.
Die kapitalistische Profitlogik führt unweigerlich zu Armut, Kriegen, Spekulation mit Agrarrohstoffen, Landraub sowie zu massenhafter Vernichtung genießbarer Lebensmittel. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Millionen Menschen trotz ausreichender weltweiter Nahrungsmittelproduktion unter Hunger und Ernährungsunsicherheit leiden. Nur mit der Überwindung des Kapitalismus kann jedem Menschen ein Leben ohne Hunger garantier werden.


















































































