Laut einem Bericht des Wall Street Journal plant die Trump-Regierung, den Einsatz von Flugzeugträgern, dutzenden Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und rund 50.000 Soldaten im Nahen Osten bis 2027 zu verlängern. Auch Israel drohte erneut mit großflächigen Angriffen.
Washington. Die imperialistische Intervention gegen den Iran, die von US-Kriegsminister Pete Hegseth zunächst als „kurzer Ausflug“ angekündigt wurde, dauert bereits sechs Monate an. Die Truppenstationierung soll nun bis 2027 verlängert werden, wie das Wall Street Journal berichtet. Dies legt einerseits die Schwierigkeiten offen, auf die die USA bei ihrem mörderischen Unterfangen stoßen, andererseits deutet es auch auf eine weitere Eskalation des Krieges hin.
Laut einem vom Wall Street Journal zitierten Marineoffizier befinden sich derzeit 19 US-Kriegsschiffe im Nahen Osten, darunter zwei Flugzeugträger und 13 Zerstörer. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, Angriffe auf den Iran durchzuführen und die amerikanische Blockade iranischer Häfen durchzusetzen.
Die heftigen iranischen Vergeltungsmaßnahmen belasten jedoch die amerikanischen Stützpunkte in der Region und erschweren Operationen und Nachschub. Die USA greifen deshalb unter anderem auf den abgelegenen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean zurück. Gleichzeitig bleiben Kriegsschiffe erheblich länger auf See als vorgesehen.
So blieb etwa der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford elf Monate auf See, bevor er in die USA zurückkehrte – ein Rekord für die Jahrzehnte nach dem Kalten Krieg. Die USS Abraham Lincoln erreichte nach neun Monaten auf See ohne Hafenanlauf erst am Mittwoch Thailand. Wir berichteten bereits über Probleme bei der Verpflegung und in Bezug auf den psychischen Zustand der Besatzung. Die Notlage der US-Imperialisten wirkt sich längst auch auf ihre Soldaten aus.
Auch die US-Luftverteidigungskräfte, die iranische Raketen und Drohnen abfangen sollen, haben ihre üblichen Einsätze von neun auf zwölf Monate verlängert. Einige aus Europa und dem Pazifik in den Nahen Osten verlegte Einheiten sind bereits seit mehr als einem Jahr im Einsatz, ohne an ihren bisherigen Standorten ersetzt worden zu sein.
Auch neue israelische Drohungen gegen den Iran
Unterdessen droht auch Israel erneut mit einer weiteren Eskalation gegen den Iran. Premierminister Benjamin Netanjahu verkündete zuletzt: „Alle unsere Systeme arbeiten unter meiner Führung daran, dieses Regime zu stürzen und zu besiegen.“
Verteidigungsminister Israel Katz drohte seinerseits mit Angriffen auf die iranische Energie- und politische Infrastruktur, sollte Iran Israel attackieren. Ein iranischer Angriff würde Israel von allen bestehenden Beschränkungen befreien. Man werde dann „die gesamte nationale militärische und politische Infrastruktur Irans, einschließlich der Energieinfrastruktur, lahmlegen und Iran in die Steinzeit und die Finsternis zurückversetzen“.
Israel, das im Februar gemeinsam mit den USA den Krieg gegen den Iran begonnen hat, war an der jüngsten Angriffswelle nicht direkt beteiligt. Es führt jedoch weiterhin großangelegte Angriffe im Libanon durch.
Der Iran wiederum hat laut Reuters die USA gewarnt, einen Großangriff zu starten, falls Israel den Ali-al-Taher-Kamm im Südlibanon angreifen sollte, wo Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde gemeinsam mit Hisbollah-Mitgliedern stationiert sein sollen.
Quelle: 902.gr/Wall Street Journal




















































































