Die Attentäterin, die am 29. Juni einen ukrainischen Oligarchen und dessen Familie in Monaco in die Luft gesprengt hat, wurde in der Ukraine von ihren Komplizen und Auftraggebern hingerichtet.
Kiew/Monaco. Am 29. Juni fand im Fürstentum Monaco ein Anschlag mit einer Paketbombe statt, bei dem ein Mann, eine Frau und ein Kind teils schwer verletzt wurden. Ukrainische und westliche Medien berichten übereinstimmend, dass der Anschlag dem ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew galt, der seit 2021 in Monaco lebt und 2023 von der ukrainischen Regierung sanktioniert wurde. Bei der Frau und dem Kind dürfte es sich um seine Lebensgefährtin und seinen Sohn handeln.
Jermolajew stammt aus Dnepropetrowsk. Der Grund für seine Sanktionierung war offiziell, dass er seine Geschäfte auf der Halbinsel Krim auch nach der Trennung von der Ukraine im Jahr 2014 weiterbetrieb. Er soll dort über Strohmänner im Alkoholgeschäft tätig sein. Ihm und seinem Sohn werden zahlreiche ukrainische Callcenter zugeschrieben, die mit betrügerischen Anrufen Menschen um viel Geld bringen. So wurde sowohl eine Fehde innerhalb krimineller Kreise der Ukraine, als auch ein staatlich organisierter Mordanschlag nicht ausgeschlossen.
Für die zweite Annahme spricht, was mit der Attentäterin inzwischen passiert ist. Anastasia Berezovskaya, nach der seitens der Staatsanwaltschaft von Monaco per Interpol-Haftbefehl gefahndet wurde, ist am 6. Juli in der Ukraine tot aufgefunden worden, sie wurde erschossen. Die Fahndung basierte auf ihrer Identifizierung durch Aufnahmen von Überwachungskameras. Als Tatverdächtige wurden ein Offizier der Hauptnachrichtendienstdirektion /GUR) der ukrainischen Streitkräfte und ein ehemaliger Polizeibeamter identifiziert und festgenommen. Diese sollen auch Geld und Kryptowährung an die Attentäterin überwiesen haben. Sie bestreiten, einen behördlichen Auftrag zum Mordanschlag an Jermolajew ausgeführt zu haben, was natürlich nicht heißt, dass es nicht so war. Die rasche Festnahme der beiden spricht eher dafür, dass verhindert werden soll, dass sie mit den falschen Leuten reden.
Monaco ist – wie Wien übrigens auch – ein beliebter Zufluchtsort für ukrainische Oligarchen und sonstige Diebe des Volksvermögens. Das Attentat hat die Ruhe im Reichenparadies gestört, was selbst die benachbarten französischen Behörden irritierte.
Quellen: Ukrainska Pravda/Strana





















































































