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WHO warnt Europa

London. In einer Pandemie gilt: Frühere Maßnahmen zu ihrer Eindämmung können geringer ausfallen, wer hingegen länger Däumchen dreht, spart sich nicht etwa nötige Verhaltensänderungen und Freiheitsbeschränkungen, sondern wird später noch schärfer vorgehen müssen. Davor warnt der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in einem Interview, der dabei auch eingesteht, dass er nicht denke, dass die Gesellschaft zu weiteren verordneten Lockdowns bereit wäre.

Die Regierungen sollten daher jetzt sofort reagieren und „Pandemiestabilisatoren“ wie Maskentragen und verbesserte Belüftungsmaßnahmen umsetzen. Auch eine zweite Booster-Impfung bereits vor den für Herbst erwarteten Omikron-spezifischen Impfstoffen wird empfohlen. 

Allein in der vergangenen Woche wurden in Europa fast drei Millionen neue Covid-19-Fälle gemeldet – was fast die Hälfte der weltweiten Fälle ausmacht. Die Hospitalisierungsrate hat sich verdoppelt und etwa 3.000 Menschen starben.

Vierte Impfung wirkt 

Entgegen anfänglicher Skepsis hat sich die vierte Impfung in aktuellen Studien als wirksam herausgestellt, und zwar auch gegen die Omikron-Variante. Einer Studie zufolge haben über 60-jährige Personen mit vier Impfungen eine um 78 Prozent niedrigere Sterblichkeitsrate als mit drei Impfungen. Einer anderen Studie zufolge steigt auch der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen von 68 auf 80 Prozent. Dabei geht es jeweils um die ersten sechs Monate nach der Impfung. Das heißt, wenn die Drittimpfung schon länger zurückliegt, ist eine Auffrischung schon alleine aus dem Grund sinnvoll, weil der Schutz sonst auf 52 Prozent absinkt. 

Quellen: Reuters / Heute / Frankfurter Rundschau

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