Die 1949 gegründete Otto GmbH ist auch heute noch einer der größten Versandhändler Deutschlands (und Österreichs) – auch wenn der frühere Print-Katalog inzwischen im Internet verstreut wird. Im Sinne der Profite müssen aber wieder ein paar Jobs eingespart werden.
Hamburg. Der traditionsreiche Versandhändler Otto wird etwa 460 Vollzeitstellen abbauen, wie die Konzernleitung bekanntgab. Der Großteil davon wird den Heimatstandort Hamburg betreffen sowie die Bereiche Marketing, Controlling und IT. Ob es auch in den österreichischen Filialen zu Personalabbau kommen wird, ist einstweilen offen.
Das Ziel besteht laut Konzernleitung der Otto Group darin, die Fixkosten zu senken. Bis 2027/28 will man diesbezüglich um 110 Millionen Euro auf sodann rund 500 Millionen Euro reduziert haben. Es geht also wieder einmal darum, die Gewinne zu erhöhen – zulasten der Angestellten, wie sich versteht. Man darf allerdings anmerken, dass der Konzern nicht schlecht dasteht – er hat den Übergang vom Kataloghandel zum Onlinehandel als Platzhirsch erfolgreich bewältigt und ist in Deutschland die Nummer 2 hinter Amazon. Ehemalige Konkurrenten wie Quelle oder Universal in Österreich wurden assimiliert. Der Konzernumsatz betrug zuletzt (2024/25) stolze 15 Milliarden Euro.
Es gilt also das Primat der Profitmaximierung, daher der regelmäßige Spar- und Rationalisierungszwang im Zusammenspiel mit konjunkturellen Verwerfungen des Kapitalismus. Die 460 verlorenen Arbeitsplätze machen sich bei insgesamt 35.000 Otto-Angestellten weltweit relativ gering aus. Doch es wird nicht dabei bleiben. Und neben klassischen Kündigungen und Altersteilzeit soll es die Übertragung von bisherigen Angestellten an Leiharbeitsunternehmen geben – auch nicht gerade prickelnd für die Arbeiterschaft. Otto … find‘ ich nicht so gut.
Quelle: Der Standard















































































