Erst im November letzten Jahres kündigte der Kristallkonzern Swarovski an, rund 400 Arbeitsplätze an seinem Hauptsitz in Wattens zu vernichten. Nun sollen weitere 40 Kündigungen folgen.
Wattens. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von Swarovski beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet. Das Unternehmen bestätigte dies am Montag.
Begründet wird der Schritt mit deutlich gestiegenen Kosten sowie neuen Exportzöllen für den US-Markt, der rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes ausmache. „Gleichzeitig steht das Unternehmen unter massivem Kostendruck, sieht sich mit technologischen Umbrüchen, einer alternden Kundenstruktur und zunehmendem Wettbewerb durch digitale Anbieter konfrontiert“, heißt es in einer Aussendung.
Betroffen ist die Sparte Swarovski Optik mit Sitz in Absam, einem führenden Hersteller von Fernoptik, bei dem weltweit rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt sind. In Absam, einer Gemeinde in Tirol mit zirka 7.000 Einwohnern, sind 90 Prozent der weltweit Beschäftigten angestellt.
Der Umsatz von Swarovski Optik betrug im Vorjahr 200 Millionen Euro, ein leichtes Plus gegenüber 2024. Auch die Swarovski Gruppe insgesamt, zu der neben der Optiksparte auch Swarovski Crystal Business (Kristallglas) sowie Tyrolit (Schleifmittel) zählen, erzielte 2025 ein Plus im Gesamtumsatz. Während dieser 2024 noch 1,8 Milliarden Euro betrug, waren es letztes Jahr 1,9 Milliarden Euro.
Seit 2007 strich Swarovski nicht weniger als 5.000 Arbeitsplätze, um die Profite der Anteilseigner zu sichern. Zuletzt wurden mindestens 400 Stellen in Wattens gestrichen. Swarovski-CEO Alexis Nasard und Kreativdirektorin Giovanna Engelbert traten zuletzt im Rahmen des Wiener Opernballs am 12. Februar in ihrer eigenen Loge öffentlich in Erscheinung.
Quellen: Kurier/Zeitung der Arbeit



















































































