Wien. Der kürzlich verkündete Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran steht schon jetzt auf äußerst wackeligen Beinen. Nur einen Tag nach der Einigung weitete Israel seine Angriffe im Libanon massiv aus und bombardierte insbesondere Beirut mit bislang beispielloser Intensität, wobei hunderte Menschen ums Leben kamen. Die Angriffe, die offiziell gegen mit dem Iran verbündete Kräfte gerichtet sind, untergraben die ohnehin fragile Vereinbarung und treiben die Spannungen weiter an. Während Washington und Tel-Aviv betonen, dass der Libanon nicht Teil des Abkommens sei, wertet Teheran die Eskalation als klaren Bruch. Gleichzeitig verschärft sich die Lage zusätzlich durch iranische Gegenmaßnahmen, darunter Einschränkungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie Angriffe auf Ziele in der Golfregion.
Vor diesem Hintergrund lädt die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) zu einer politischen Veranstaltung ein, die sich mit den ökonomischen und politischen Hintergründen der aktuellen Entwicklungen auseinandersetzt. Im Rahmen der Veranstaltung soll beleuchtet werden, warum Kriege zwischen imperialistischen Staaten im bestehenden kapitalistischen Weltsystem keine Ausnahme, sondern strukturelle Realität sind.
Die Veranstaltung findet am Samstag, den 18. April 2026 um 18.30 Uhr im Politischen Zentrum Jura Soyfer (Drorygasse 21/2, 1030 Wien) statt. Neben einem Beitrag der PdA wird ein Vertreter der Abteilung für internationale Beziehungen der Tudeh-Partei Iran sprechen und Einblicke in die Lage vor Ort sowie die Perspektiven der iranischen Arbeiterbewegung geben. Die Tudeh-Partei ist die Nachfolgerin der verbotenen kommunistischen Partei Iran.
Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, welche ökonomischen Interessen hinter den militärischen Eskalationen stehen. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit für Fragen und zu einer gemeinsamen Diskussion. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten besser verstehen und sich kritisch mit deren Ursachen auseinandersetzen möchten.
Quelle: Zeitung der Arbeit



















































































