Sieben Migranten und Flüchtlinge ertranken, nachdem das Boot, auf dem sie sich befanden, vor der Küste Libyens kenterte. Weitere 50 wurden gerettet, zwei von ihnen wurden in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, teilte die italienische Nichtregierungsorganisation Emergency mit.
Das kleine, überladene Holzboot wurde am Montag gegen 6:00 Uhr gesichtet. Laut der NGO näherte sich ein Schiff der Organisation und rettete die Überlebenden unter Aufsicht eines libyschen Patrouillenboots.
Die Migranten und Flüchtlinge – 45 Männer und fünf Frauen, darunter 29 unbegleitete Minderjährige – gaben an, aus Ägypten und Somalia zu stammen.
Erst kürzlich, zum Jahrestag des Mauerbaus, echauffierten sich bürgerliche Politiker und Medien wie jedes Jahr über die sogenannten Mauertoten und stellten die DDR als beispielloses Unrechtsregime dar. Über die Toten an den heutigen europäischen Außengrenzen wird seltener gesprochen. Und wenn darüber berichtet wird, dann so, als handle es sich dabei um nicht vermeidbare Unfälle, die quasi zufällig passieren.
Doch diese Toten sind das Ergebnis eines Grenzregimes, das die Europäische Union mit Frontex und der Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache aufrechterhält. Während die Toten an der Berliner Mauer bis heute für antikommunistische Propaganda instrumentalisiert werden, sind die Toten im Mittelmeer nicht mehr als Kollateralschaden der europäischen Abschottungspolitik.
Quelle: 902.gr/Zeitung der Arbeit


















































































