Die NEOS wollen die Studiengebühren erhöhen und gleichzeitig die vorgeschriebene Mindeststudienleistung verdoppeln. Für Studierende bedeutet das höhere Kosten und mehr Leistungsdruck.
Wien. Wenn es nach den NEOS geht, sollen Studierende aus Österreich und der EU nach Überschreiten der vorgesehenen Studiendauer plus Toleranzsemester künftig 700 statt 363,36 Euro pro Semester bezahlen. Für Studierende aus Drittstaaten wollen die NEOS die Gebühren sogar von 726,72 auf 2.500 Euro erhöhen. Insgesamt sollen die Maßnahmen rund 100 Millionen Euro zusätzlich einbringen.
Gleichzeitig soll der Leistungsdruck erhöht werden. Derzeit müssen Studienanfänger in den ersten beiden Studienjahren mindestens 16 ECTS-Punkte erreichen, um ihre Zulassung nicht zu verlieren. Die NEOS wollen diese Grenze auf mindestens 32 ECTS verdoppeln. Begründet wird das damit, dass zu wenige Studierende ihr Studium in der Regelzeit abschließen.
Gerade für Studierende, die nebenbei arbeiten müssen, erhöht das den Druck. Ein Vollzeitstudium entspricht etwa 30 ECTS pro Semester (wobei der Arbeitsaufwand mitunter deutlich höher ist, als es die ECTS-Anzahl suggeriert). Wer beispielsweise 20 Stunden pro Woche arbeitet und gleichzeitig die vorgeschriebene Mindestleistung erbringen muss, kann sich kaum eine negative Prüfung oder Verzögerungen im Studium erlauben.
Die Forderungen passen zum Sparkurs der Bundesregierung. Die Universitäten sollen nach den Plänen der Regierung mit erheblichen Kürzungen auskommen. Gleichzeitig sollen nun die Studierenden selbst stärker zur Kasse gebeten werden. Bildung wird damit immer stärker zu einer Ware: Wer studieren will, soll zahlen und möglichst schnell verwertbare Leistungen erbringen.
An anderer Stelle sitzt das Geld dagegen lockerer. Während Milliarden in die Aufrüstung fließen, sollen sich Studierende mit höheren Gebühren und wachsendem Leistungsdruck an der Budgetsanierung beteiligen.
Quelle: ORF




















































































