Ein neuer Bericht der ICAN zeigt, dass letztes Jahr mehr für Atomwaffen ausgegeben wurde als jemals zuvor. Und das in einer Zeit, in der in wichtigen Bereichen die Gelder gestrichen werden.
Genf. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) veröffentlichte vergangenen Donnerstag ihren jährlichen Bericht. Darin wird offengelegt, dass die weltweiten Ausgaben für Kernwaffen mit über 119 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert erreicht haben.
Spitzenreiter bei den Ausgaben waren die USA mit 69,2 Milliarden US-Dollar, mehr als alle anderen Atommächte zusammen. Es folgen China (13,5 Mrd. US-Dollar), das Vereinigte Königreich (12,6 Mrd.), Russland (9,5 Mrd.) und Frankreich (7,7 Mrd.). Laut ICAN dürften die Kosten für die Atomwaffenprogramme in den kommenden Jahren weiter steigen, insbesondere angesichts der zunehmenden internationalen Spannungen.
Im Bericht wird mehrfach hervorgehoben, dass diese enormen Investitionen in die nukleare Aufrüstung zu einer Zeit erfolgen, in der viele Staaten ihre Ausgaben für Bereiche wie Klimaschutz, Gesundheitswesen oder soziale Sicherungssysteme kürzen. Dies entspricht einem bekannten Muster kapitalistischer Staaten: Die Finanzierung militärischer Aufrüstung erfolgt häufig auf Kosten jener sozialen Errungenschaften, die von der arbeitenden Bevölkerung über Jahrzehnte erkämpft wurden.


















































































