Derzeit brennen Wälder und Vegetationsflächen vor allem in Südeuropa, Großbritannien, Kanada und Teilen der USA. Die Lage ist vielerorts angespannt, teils mit Evakuierungen, extremen Temperaturen und großflächigen Schäden. Die heftigsten Waldbrände toben aktuell jedoch in Sibirien, was von der westlichen Mainstream-Presse ignoriert wird.
Frankreich spricht von den größten Waldbränden seit dem zweiten Weltkrieg. In Fontainebleau sollen 10% der Waldfläche abgebrannt sein, in Cap Ferret/gironde sind 8.700 Hektar verbrannt, 20.000 Menschen mussten evakuiert werden.
in Spanien sind in Aragonien 4.500 Hektar abgebrannt und mehrere Orte mussten evakuiert werden. in Guadalajara brennen 26.000 Hektar und in Madrid/Ávila wurden der Notstand ausgerufen und 10.000 Menschen mussten evakuiert werden.
In Italien erleben Sizilien und Kalabrien Temperaturen von bis zu 46 Grad und der Wüstenwind Scirocco facht immer neue Brände an. Aus Sizilien wird von 50 aktiven Bränden berichtet, in Palermo gibt es Stromausfälle und mehrere Orte mussten evakuiert werden.
In Griechenland herrscht höhste Warnstufe (code red) in sechs Regionen, es wurden 45 Brände innerhalb von 24 Stunden gemeldet.
In Kroatien gibt es einen Großbrand auf der Insel Korčula, landesweit wird von 22% mehr Bränden als im Vorjahr berichtet.
In Großbritannien/Schottland gibt es einen Großbrand im Cairngorms National Park und weitere Brände unter anderem auf Arthur’s Seat in Edinburgh.
Aus Kanada wird von 190 aktiven Brandherden berichtet, der Rauch zieht auch über Teile der USA.
Aus der Russischen Föderation wird berichtet, dass in Sibirien eine Wald- und Tundrafläche von 100.000 Hektar abgebrannt ist oder noch brennt. Die Brände konzentrieren sich auf Krasnojarsk, Jakutien und angrenzende Regionen. Die Kombination aus Hitze, Dürre und Torfbränden führt zu extrem schwer kontrollierbaren Feuerfronten.
Auch Österreich ist betroffen. Aus Tirol gab es mehrere Meldungen am vergangenen Wochenende: In Aldrans brannten rund 100 m² Wald, bei Lienz (Hochstein) gab es einen kleineren Glimmbrand, der große Brand in Virgen stand kurz vor dem „Brand aus“. Am 14. Juli unterstützte das Bundesheer mit drei Hubschraubern die Löscharbeiten bei einem Waldbrand in Wildermieming. Die Großbrände in Lesachtal (Kärnten) und Eisbach-Rein (Steiermark) beschäftigen die Einsatzkräfte weiterhin. Landesweit zählt Österreich 2026 bereits 616 Wald- und Flurbrände
Profitgemacht, nicht menschengemacht
Viel ist dieser Tage in Zusammenhang mit der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen, zu denen auch die massiven Waldbrände gehören, vom „menschengemachten Klimawandel“ die Rede. Die massiven Schäden an der Natur, zu denen nicht nur der Klimawandel gehört, sind jedoch das Ergebnis jahrzehnte- und jahrhunderlanger kapitalistischer Profitlogik. Man sieht es auch heutzutage: Werden Umweltvorschriften in Europa strenger, ziehen Konzerne ihre Industriebetriebe hier ab und verlagern in Länder, in denen es noch leichter ist, ohne Rücksicht auf die Umwelt zu produzieren. Umweltvorschriften werden hierzulande ebenso als „bürokratische Hürden“ abgetan, wie soziale Errungenschaften, und das Kapital findet Politiker und Medien genug, die diesen Unsinn nachplappern.
Quellen: IQAir/RadioEINS/SAFeRS e.V.


















































































