Kiew. Anlässlich des 119. Geburtstags von Roman Schuchewytsch würdigte die 3. Separate Sturmbrigade der ukrainischen Armee öffentlich eine der führenden Persönlichkeiten der ukrainischen nationalistischen Bewegung während des Zweiten Weltkrieges – einen Mann, der im von den Nazis unterstützten Nachtigall-Bataillon, später im Schutzmannschaft-Bataillon 201 diente und anschließend Kommandeur der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) wurde.
Dabei handelt es sich um einen weiteren Schritt in einer systematischen Kampagne des historischen Revisionismus, die mit der Kollaboration mit den Nazis in Verbindung stehende Persönlichkeiten zu offiziellen Symbolen des ukrainischen Staates erhoben hat. Erst vor wenigen Monaten haben die ukrainischen Behörden Andriy Melnyk, eine weitere führende Persönlichkeit der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), offiziell rehabilitiert.
Die Ehrung von Schuchewytsch bestätigt, dass diese Politik nicht mehr auf nationalistische Randkreise beschränkt ist. Die Schönfärbung faschistischer Kollaborateure hat sich in staatlichen Institutionen, offiziellen Gedenkfeiern und militärischen Verbänden fest verankert. Unter dem Banner des militanten Antikommunismus und Nationalismus werden Kollaborateure in „Helden“ verwandelt, während ihre politische Vergangenheit, ihre Zusammenarbeit mit den Nazis und ihre Verbrechen systematisch beschönigt oder ignoriert werden.
Die Ukraine steht mit diesem reaktionären Kurs nicht allein da. In ganz Osteuropa, so etwa auch in Polen und im Baltikum, investieren bürgerliche Regierungen in die Umschreibung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Der Beitrag der Sowjetunion und der kommunistisch geführten Widerstandsbewegungen zur Zerschlagung des Faschismus wird relativiert, während antikommunistische Kräfte, darunter faschistische Kollaborateure, rehabilitiert und zu nationalen Ikonen erhoben werden.
Quelle: In Defense of Communism























































































