HomeKlassenkampfJugendEtwa die Hälfte der Jugendlichen wünscht sich psychosoziale Unterstützung

Etwa die Hälfte der Jugendlichen wünscht sich psychosoziale Unterstützung

Linz. Laut einer SORA-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer leidet mehr als die Hälfte der jungen Menschen unter 16 Jahren in Oberösterreich unter einer Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit. Fast ebenso viele wünschen sich psychosoziale Unterstützung in der Schule, in der Arbeit oder in der Ausbildung. Fast 30 Prozent der jungen Menschen in Ausbildung haben bereits kurz nach Beginn des Krieges in der Ukraine gesagt, dass sie finanzielle Unterstützung brauchen würden. Das war noch vor der ganz großen Teuerungswelle in Folge des Ukrainekrieges, die die finanzielle Situation in vielen Familien dramatisch verschärft hat.

Sowohl in Sachen psychosozialer Betreuung als auch in Sachen effektiver Politik gegen die zunehmende Konzentration des Vermögens zeigen sich große Mängel. Das ist wenig überraschend in einem System, in dem die Profitmaximierung im Zentrum des Handelns der Mächtigen stehen.

Die Sozialpartnerschaft hat uns Lohnabschlüsse unterhalb der Inflation gebracht. Auf diese Weise machen sich die ÖGB- und SPÖ/FSG-Führung zu Komplizen bei der Ausbeutung der österreichischen Arbeiterklasse durch das Kapital, anstatt der ungehemmten Profitmacherei auf unsere Kosten wenigstens ein wenig entgegenzuwirken, indem die Einkommen der Lohnabhängigen zumindest nicht an Wert verlieren.

Neben der ökonomischen Probleme habe die Menschen, wie die Untersuchung der Arbeiterkammer zeigt, aber auch psychische. Psychotherapie selbst zu bezahlen, ist überaus kostspielig, oder man steht auf ewigen Wartelisten. Eine staatliche Aufstockung der Therapieplätze auf Kassenkosten entsprechend dem Bedarf steht weiterhin aus.

Quelle: OTS

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