Die Tiroler Arbeiterkammer (AK) analysierte im Vorjahr über 1.000 Mietangebote für Zimmer in Wohngemeinschaften in Innsbruck und kommt zum Schluss, dass sich die Wohnsituation junger Menschen aufgrund absurd hoher Preise immer mehr zuspitzt.
Innsbruck. War das teuerste WG-Zimmer 2022 in Innsbruck noch um 890 Euro pro Monat zu haben, so kostete es 2025 bereits über 1.000 Euro. Die Durchschnittsmiete stieg im selben Zeitraum von unter 500 Euro auf rund 540 Euro monatlich. Damit zählt Innsbruck österreichweit zu den teuersten Städten für Studierende und alle Menschen, die in WGs wohnen.
Der Mietpreis für Wohngemeinschaften stieg in allen Stadtteilen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt laut der Erhebung der Arbeiterkammer mittlerweile bei 32,57 Euro. Im Nahebereich der Universität, im Stadtteil Mariahilf/St. Nikolaus, beträgt dieser rund 37 Euro.
Da viele junge Menschen aus ganz Österreich sowie aus dem Ausland nach Innsbruck kommen, sind sie auf eine eigene Wohnmöglichkeit angewiesen. Dieses Faktum wird von den Vermietern ausgenutzt und sie verlangen unverschämt hohe Mieten.
Eine Entlastung würde laut der Arbeiterkammer Tirol der Bau eines großen Studenten-Campus bringen. Bisher weigert sich die Stadt gegen jegliche solche Ideen. Vor einigen Jahren wurde etwa ein Projekt von der Stadt abgelehnt, das Wohnmöglichkeiten für rund 700 Studierende geschaffen hätte.
Die hohen Mieten sind auch das Ergebnis der kapitalistischen Organisation des Wohnens selbst, wo Wohnraum von den Eigentümern in erster Linie als Quelle für Profit angesehen wird. Dieses System schafft somit einen strukturellen Anreiz, Mieten kontinuierlich zu erhöhen. Gerade kleine Wohnungen für junge Menschen seien begehrte Anlegerprojekte, da die Mieterinnen und Mieter „keine hohen Ansprüche haben“, berichtete ein Makler letztes Jahr dem ORF. Die Vermieter können die Wohnungen teuer vermieten, ohne viel Aufwand für die Qualität des Wohnraums aufbringen zu müssen.
Quellen: ORF/Der Standard
















































































