Am Donnerstagabend wurde die Hafenstadt La Guaira nahe der venezolanischen Hauptstadt Caracas von zwei schweren Erdbeben heimgesucht. Die aktuelle Bilanz der Katastrophe umfasst mindestens 188 Tote, 1.520 Verletzte und bis zu 40.000 Vermisste. Über 100 Gebäude wurden zerstört, zahlreiche öffentliche Bereiche sind in Notlagen.
Caracas/La Guaira. In einem venezolanischen Nachrichtensender deklarierte Delcy Rodriguez, die vorübergehende Präsidentin Venezuelas: „Die Lage ist ernst, viele Gebiete sind schwer betroffen. Das Wichtigste ist jetzt, zusammenzuhalten und Ruhe zu bewahren, um Leben zu retten: Alle Organisationen haben ihre Arbeit aufgenommen.“. Es wurde ebenfalls eine Tsunami-Warnung gegeben, die jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde.
Laut dem US Geological Survey hat es seit 1900 keine so großen Erdbeben in Venezuela mehr gegeben. Die beiden Erdbeben erreichten eine Stärke von 7,2 und 7,5 auf der Richterskala und sollen mindestens 30 Nachbeben verursacht haben. Die Erdbeben traten 160 km westlich von Caracas mit einem Abstand von unter einer Minute auf. Die Auswirkungen waren bis in den brasilianischen Amazonas, wo einige Gebäude evakuiert wurden, und Kolumbien spürbar.
Die Folgen der Beben sind verheerend: So soll die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zahl der Opfer auf über 10.000 erhöht, bei 44 Prozent liegen, und dass sie sich auf über 100.000 Tote zuspitzt, bei 30 Prozent. Caracas hat seinen Flughafen vorübergehend geschlossen, die Gasversorgung wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt und die Strom- und Kommunikationssysteme sind nur teilweise einsatzfähig. In La Guaira, der am stärksten betroffenen Stadt, wurden über 100 Gebäude zerstört und mehrere Brände verursacht. Zehntausende wurden bisher als vermisst gemeldet.
Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, verkündete auf Truth Social: „Wir werden für unsere neuen, großartigen Freunde da sein.“ Dies, obwohl Trump selbst es war, der im Januar 2025 in einer illegalen Militäraktion den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen nahm und in den USA inhaftierte. Er habe zudem alle Organisationen im Land angewiesen, schnell zu handeln. Maduro postete aus dem Gefängnis in New York, dass er und seine Frau für die betroffenen Familien beteten, und er rief zu nationaler Einheit, Ruhe und Liebe auf.
Quellen: IlFattoQuotidiano / ORF




















































































