Die kontinuierliche und zuverlässige Arbeitsweise der klassenbewusstesten Teile der Arbeiterklasse in Griechenland unter der Koordination der kämpferischen Gewerkschaftsfront PAME, die mit der KKE eng verbunden ist, zeigt ständig positive Ergebnisse.
Athen. Die zahlreichen beeindruckenden Mobilisierungen der Arbeiterklasse und der historische Sieg beim Verband der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in diesem Land waren nur der Anfang. Zwei weitere aktuelle Siege von PAME deuten klar und deutlich darauf hin, dass die Machtverhältnisse in Griechenland sich zugunsten des organisierten Klassenkampfes von unten verschieben.
Am 5. Juni haben die Arbeiterinnen und Arbeiter auf Evia bestätigt, dass sie keine Angst vor den Angriffen des Kapitals, der Regierung und der Opportunisten haben. Das Arbeiterzentrum bleibt nicht nur in den Händen der Arbeiterklasse und hält an seinem kämpferischen Kurs fest, sondern auch der Einfluss der mit der PAME verbundenen Liste ist sehr drastisch gewachsen. Während die PAME-nahe Liste Agonistiki Sinergasia („Kämpferische/Militante Zusammenarbeit“) vor einem Jahr 59,06 % der Stimmen und 9 Sitze im Vorstand des Arbeiterzentrums erringen konnte, erreichte sie in diesem Jahr 89 % der Stimmen und 13 der insgesamt 15 Vorstandssitze. Das ist ein handfester Beweis dafür, dass die Kämpfe der organisierten Arbeiterklasse nicht – wie viele Lakaien uns glauben machen wollen – die Moral schwächen oder abnutzen, sondern unsere Klasse entschlossen für die Kämpfe der Zukunft zusammenschweissen, damit wir unsere historische Aufgabe als Arbeiter erfüllen können.
PAME Stärkste Kraft bei Lehrkräften der Sekundarstufe
Die guten Nachrichten für die PAME, für die Arbeiterklasse in Griechenland, aber auch für die Arbeiterklasse anderer Länder enden nicht auf Evia. Am selben Tag haben die Lehrkräfte der Sekundarstufe (Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren) die PAME-nahe Liste ASE (Agonistiki Sispirossi Ekpedeftikon, etwa: „Kämpferische bzw. militante Vereinigung der Lehrkräfte“) mit ihrer Stimme unterstützt und sie auf dem Kongress der OLME (Verband der Lehrkräfte an staatlichen Sekundarschulen) erstmals seit 46 Jahren zur stärksten Kraft gemacht.
Dieses Ergebnis war kein Zufall. Andere Listen stehen auf der Seite der Regierung und des Kapitals. Sie ignorieren oder kämpfen aktiv gegen die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler nach einer besseren Bildung sowie die Arbeitsrechte der Lehrkräfte. Die ASE verteidigt entschlossen sowohl menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle Lehrkräfte als auch ein Bildungssystem für die junge Generation, das den heutigen Möglichkeiten entspricht. Wo die Gewerkschaftsfraktionen des Kapitals mit prekären Arbeitsverträgen für Lehrkräfte einverstanden sind, mobilisiert die ASE für unbefristete, kollektive Verträge für alle Lehrkräfte.
Die kämpferische Orientierung von ESA bleibt natürlich nicht auf dem Papier: sofort nach den Wahlergebnissen des Kongresses wurde ein Aktionsprogramm beschlossen, dessen erster Schritt die landesweite Arbeitsniederlegung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes am 14. Juli auf Aufruf der ADEDY (Verband der Beschäftigten im öffentlichen Dienst) ist. Weitere Aktionen und Kundgebungen gegen das volksfeindliche Programm der Regierung werden auch im Rahmen der internationalen Messe in Thessaloniki am 5. September stattfinden. Um den Kampf am Beginn des neuen Schuljahres zu organisieren wird eine Reihe von Mitgliederversammlungen, Beratungen mit Eltern und deren Vereinigungen erfolgen.
Die oben genannten siegreichen Entwicklungen aus den soziopolitischen Kämpfen der Arbeiterklasse in Griechenland unter der Führung von PAME sind nicht nur erfreulich und inspirierend. PAME führt in den meisten ‑wenn nicht in allen- wichtigen Industriegebieten an. PAME ist jetzt stärkste Kraft auch im öffentlichen Dienst sowie bei den Lehrkräften der Sekundarstufe. Die organisierte Arbeiterklasse hat sich fest in der griechischen Gesellschaft verankert und ist da, nicht um passiv zu bleiben, sondern um zu marschieren. Und dieses Tiktak im Hintergrund ist der Countdown für das Kapital, denn seine Herrschaft läuft ab.
Quellen: Rizospastis/902.gr/902.gr/PAME/Zeitung der Arbeit





















































































