Klimaforscherinnen und ‑forscher warnen vor einem Rekord-Extremwettereignis, dass vor allem die Ärmsten in afrikanischen und asiatischen Ländern treffen wird.
Genf/Mogadischu/Jakarta. Hilfsorganisationen sowie Klimaforscherinnen und ‑forscher warnen vor einem außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignis, das in den kommenden Monaten zu schweren Überschwemmungen und Ernteausfällen in Ostafrika und Teilen Asiens führen könnte. Besonders betroffen wären unter anderem Somalia, Äthiopien, Kenia, Pakistan und Bangladesch. Expertinnen und Experten rechnen mit einer deutlichen Verschärfung der bereits bestehenden Nahrungsmittelkrise in zahlreichen Ländern. Zehntausende Menschen sind somit von Hunger bedroht.
Nach Einschätzung von Meteorologen könnte sich der aktuelle El Niño zu einem der stärksten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen entwickeln. Hilfsorganisationen warnen vor sintflutartigen Regenfällen und den daraus folgenden Erdrutschen und großflächigen Überschwemmungen. Gleichzeitig drohen in anderen Weltregionen langanhaltende Dürren und Ernteausfälle. Besonders gefährdet sind Millionen Menschen, die bereits heute unter Armut, Hunger oder bewaffneten Konflikten leiden.
Klimakrise trifft die Ärmsten
Die Auswirkungen solcher Wetterereignisse treffen nicht alle Menschen gleichermaßen. In vielen Ländern Afrikas und Asiens fehlt es an der notwendigen Infrastruktur, dass ist Resultat jahrzehntelanger kolonialer Ausbeutung, ungleicher Handelsbeziehungen und von Sparprogrammen. Es gibt weder Gesundheitssysteme noch Katastrophenschutz der auch nur annährend ausreicht. Dadurch werden Naturereignisse immer wieder zu humanitären Katastrophen.
In den kapitalistischen Zentren gibt es ein Teilen eine – wenngleich nicht ausreichende – Infrastruktur. Grundsätzlich gilt, dass vor allem die arbeitende Bevölkerung unter den Auswirkungen von Klimawandel und Naturkatastrophen leidet. Die Kapitalisten der jeweiligen Länder finden oft sogar Möglichkeiten aus diesen Ereignissen Profit zu schlagen.
Kapitalismus verschärft die Klimakrise
Zwar ist El Niño ein natürliches Klimaphänomen, doch seine Auswirkungen werden durch den menschengemachten Klimawandel erheblich verstärkt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen seit Jahren darauf hin, dass steigende Temperaturen Extremwetterereignisse intensiver und häufiger machen. Gleichzeitig stoßen große Energiekonzerne weiterhin enorme Mengen an Treibhausgasen aus, während viele Regierungen wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise hinauszögern oder den Interessen des Monopolkapitals unterordnen.
Die drohende Katastrophe zeigt erneut, dass der Kapitalismus weder den Klimawandel verhindern noch seine Folgen gerecht bewältigen kann, er ist deren Ursache.
Quellen: Al Jazeera/The Guardian




















































































