Bei einem offiziellen Treffen in Rom hat Kubas Botschafter Jorge Cepero sein Beglaubigungsschreiben an die Spitze des Welternährungsprogramms überreicht. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit ausbauen. Zugleich kritisierte Havanna die US-Blockade als zentrales Hindernis für die Ernährungssicherheit des Landes.
Rom/Havanna. Der kubanische Botschafter in Italien und Ständige Vertreter bei den in Rom ansässigen UN-Organisationen, Jorge Cepero, hat am 24. Februar der Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms (WFP), Cindy McCain, offiziell sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Das Treffen fand am Sitz der Organisation in Rom statt.
Nach Angaben beider Seiten diente das Gespräch dazu, die bestehenden Beziehungen zu bekräftigen und neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Im Mittelpunkt standen Projekte zur Unterstützung der Ernährungssicherheit sowie zur Stärkung sozialer Schutzprogramme und lokaler Entwicklungsinitiativen in Kuba.
Cepero dankte dem WFP ausdrücklich für dessen Unterstützung, insbesondere für die Hilfe für Gemeinden im Osten Kubas, die vom Hurrikan Melissa betroffen waren. Er hob die Fähigkeit der Organisation hervor, schnell auf Notlagen zu reagieren.
Zugleich verwies der Botschafter auf die aus seiner Sicht zentralen strukturellen Probleme bei der Sicherung der Ernährung in Kuba. Als Hauptursache nannte er die von den USA verhängte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade. Diese sei durch eine am 29. Januar von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Executive Order weiter verschärft worden. Die Maßnahmen führten zu höheren Transportkosten für Lebensmittel und erschwerten den Zugang zu Finanzierung, Märkten und landwirtschaftlich relevanten Technologien.
WFP-Exekutivdirektorin Cindy McCain bekräftigte ihrerseits die Bereitschaft der Organisation, Kuba weiterhin aktiv zu unterstützen. Das Programm lege besonderen Wert auf die Förderung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten – von der Saatgutproduktion bis zum Endverbrauch. Ziel sei es, die Produktivität der Landwirtinnen und Landwirte zu steigern und eine verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit nahrhaften Lebensmitteln zu gewährleisten.
Darüber hinaus kündigte das WFP an, seine technische Unterstützung und die Bereitstellung von Ausrüstung fortzusetzen, um die Widerstandsfähigkeit des kubanischen Ernährungssystems gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen.
Beide Seiten betonten die Bedeutung weiterer Reformen zur Verbesserung von Erträgen und Qualität der landwirtschaftlichen Produktion. Zudem wurde Potenzial für eine Ausweitung der Zusammenarbeit nicht nur im agrarischen Bereich, sondern auch in Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit sowie in wirtschaftlichen und kommerziellen Fragen festgestellt. Ziel sei es, in den kommenden Jahren eine gemeinsame Agenda für nachhaltige Entwicklung zu festigen.
Quelle: teleSUR




















































































