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Weiterhin Proteste im Sudan

Die Lage im Sudan entspannt sich weiterhin nicht. Es kam am Wochenende wieder zu massiven Angriffen durch die Sicherheitskräfte auf Demonstrierende.

Khartum. Im Sudan gehen die Proteste nach dem Militärputsch weiter. Sicherheitskräfte setzten am Samstag Tränengas ein, um Demonstrierende in der Hauptstadt Khartum auseinanderzutreiben, als Zehntausende im ganzen Land auf die Straßen gingen, um den Putsch vom Oktober zu verurteilen.

Es ist der zehnte Aktionstag der Großdemonstrationen, die auch nach der Wiedereinsetzung von Abdallah Hamdok als Premierminister am 21. November weitergehen. Die Demonstrierenden fordern, dass das Militär während des Übergangs zu freien Wahlen keine Rolle in der Regierung spielen darf.

Die Protestierenden gingen auf die Straße, während die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt verschärften, Truppen einsetzten und alle Nilbrücken zwischen Khartum und der Partnerstadt Omdurman sowie dem Bezirk Bahri schlossen. Es wird auch von vielen Straßensperren und Störungen des Internets berichtet. Das sudanesische Ärztekomitee informierte außerdem darüber, dass Sicherheitskräfte Tränengas in Krankenhäuser schossen und sowohl Ärzte als auch Verwundete angriffen. Am Sonntag wurden mindestens drei Demonstranten getötet und mehr als 300 verletzt.

Nach Angaben der UNO gab es auch Vorwürfe sexueller Gewalt, einschließlich Vergewaltigung und Gruppenvergewaltigung durch Sicherheitskräfte gegen Demonstrantinnen.

Die Demonstranten forderten die Soldaten auf, „in die Kasernen zurückzukehren“, und verlangten den Übergang zu einer zivilen Regierung, während sie Fahnen schwenkten, trommelten, tanzten und skandierten.

Quelle: Al Jazeera

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