Nach drei „intensiven“ Verhandlungsrunden schließt die Caritas für zwei Jahre mit dem gleichen Ergebnis wie die Sozialwirtschaft ab.
Wien. Nach zwei Verhandlungsrunden am 21. November und 2. Dezember wurden die Kollektivvertragsverhandlungen vorübergehend unterbrochen. Nun kam es am 3. Februar schließlich zu einem Abschluss. Worüber genau so “intensiv” verhandelt wurde ist nicht ersichtlich, denn das Ergebnis ist ident mit dem der Sozialwirtschaft Österreich: 0.9 Prozent Reallohnverlust (+2,6 Prozent bei 3,5 Prozent Inflation), und das auch erst ab April. Für das Jahr 2027 wurde mit 2,3 bis 2,5 Prozent Lohnerhöhung, abhängig von der Inflation, abgeschlossen. Dies entspricht voraussichtlich ebenfalls einem Reallohnverlust. Um die Basis zu beruhigen, gibt es im Gegenzug für den Reallohnverlust Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Diese betreffen jedoch nur einen Bruchteil der Beschäftigten und sind im Endeffekt Peanuts.
Im Vorhinein der dritten Verhandlungsrunde versammelten sich Beschäftigte der Caritas und Unterstützer:innen vor dem ÖGB-Haus, wo die Verhandlungen stattfanden. Auch die PdA unterstützte die Kundgebung vor Ort. Ziel war es den Verhandlerinnen und Verhandlern, zu zeigen, dass die Basis bereit ist, für einen besseren Abschluss zu kämpfen. Diese Botschaft ist leider nicht angekommen.
Eine Frage, die ebenfalls gestellt werden muss, ist, warum die Caritas und die Diakonie einen eigenen Kollektivvertrag haben, wenn beide sowieso nur das Ergebnis der Sozialwirtschaft Österreich übernehmen. Diese Aufteilung in drei verschiedene Verträge spaltet die Kampfkraft der Beschäftigten. So verlieren Streiks an Wirkung, wenn die Beschäftigten der Caritas und der Diakonie sich nicht beteiligen. Auch innerhalb der Caritas gibt es eine organisatorische Spaltung zwischen der Caritas Hilfe in Not und der Caritas GmbH. Für uns als Partei der Arbeit ist klar, dass die Spaltung der Arbeiterklasse einer der ältesten Tricks im Handbuch des Kapitals ist. Dass die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) dies nicht erkennt, zeugt nur erneut von ihrem Bankrott.
Quelle: DerStandard.at



















































































