Wien. Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Arbeiterkammer (AK) beklagen eine größer werdende Lehrstellenlücke. Laut einer durch die Arbeitnehmervertreter beauftragten Umfrage unter Lehrlingen herrschten auch für zwei von fünf Auszubildenden „schlechte Rahmenbedingungen“, hieß es gestern bei einer Pressekonferenz.
Klagen von Unternehmerseite über einen angeblichen Fachkräftemangel passten nicht zum „schwachen Interesse der Firmen an Lehrlingen“. Auch der Anteil der Lehrlinge, die nach der Ausbildung nicht im erlernten Beruf bleiben wollen, nehme zu, so der „Lehrlingsmonitor“ der Arbeitnehmerorganisationen. Das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung befragte dafür voriges Jahr über 6.000 Lehrlinge in ihrem letzten Lehrjahr.
Laut AK und ÖGB erreichten die Unternehmen im Jahr 2025 einen historischen Tiefstand bei der Lehrausbildung. Sie hätten „nicht einmal 28.000 Jugendliche im ersten Lehrjahr“ aufgenommen. Das seien um 10.000 Lehrlinge weniger als vor 20 Jahren gewesen.
Gut 24.500 Jugendliche suchen derzeit eine Lehrstelle. Das seien „so viele wie schon lange nicht“, hieß es. Den Lehrstellensuchenden stehen den Angaben zufolge aktuell rund 6.000 offene Lehrstellen gegenüber.
Quelle: ORF




















































































