Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) solidarisiert sich in einer Aussendung mit Beschäftigten der chemischen Industrie. Sie betont: „Wir können den Kolleginnen und Kollegen nur raten, sich nicht von den Arbeiteraristokraten einbremsen zu lassen, und die Provokation der Industrievertreter mit einem unbefristeten Streik zu beantworten.“
Wien. Scharfe Kritik übt die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) am jüngsten Angebot der Arbeitgeberseite in den Kollektivvertragsverhandlungen der chemischen Industrie. In einer Presseaussendung erklärt die Partei ihre volle Solidarität mit den Beschäftigten und unterstützt die angekündigten Warnstreiks.
Laut Angaben der Gewerkschaft PRO-GE haben die Vertreter der Unternehmen ein Angebot vorgelegt, das entweder eine Lohnerhöhung von lediglich 0,5 Prozent plus eine Einmalzahlung von 300 Euro oder eine Erhöhung um 2 Prozent vorsieht, die jedoch erst ab Oktober 2026 bis April 2028 wirksam werden soll. Wie die PdA festhält würde das eine jährliche Erhöhung von nur 0,79 Prozent und damit einem deutlichen Reallohnverlust entsprechen.
Die PdA hält fest, dass das Vorgehen der Konzerne eine „Provokation“ sei. Gleichzeitig kritisiert sie die Verhandlungslinie der Gewerkschaftsführung. Sie hält fest, dass die ursprüngliche Forderung von 3,5 Prozent bereits auf 3 Prozent abgesenkt worden sei, zeige, dass die sozialpartnerschaftlich orientierte Gewerkschaftsspitze bereit sei, Kaufkraftverluste zu akzeptieren, heißt es in der Aussendung.
Besonders scharf kritisiert die Partei auch, dass durch die Unternehmensseite rechtliche Konsequenzen gegen Streikende ins Spiel gebracht worden sind. Dies stelle einen Angriff auf das Streikrecht dar und müsse entschieden zurückgewiesen werden.
Die PdA ruft die Beschäftigten dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen und den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Die Partei argumentiert, dass weder Eigentümer noch Aktionäre oder Manager bereit seien, auf ihre Gewinne zu verzichten, während die arbeitenden Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert seien. Die Lasten würden damit einseitig auf die Beschäftigten abgewälzt.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die PdA für eine entschlossene Ausweitung der Kampfmaßnahmen bis hin zu einem unbefristeten Streik aus. „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“, betont die Partei und verweist darauf, dass nur durch kollektiven Druck Verbesserungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden könnten.
Abschließend erklärt die Partei der Arbeit Österreichs ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Beschäftigten der chemischen Industrie und wünscht den angekündigten Warnstreiks in dieser Woche einen erfolgreichen Verlauf.
Quelle: Partei der Arbeit



















































































