Westsahara. Das jüngste Mitglied des Sekretariats der Frente Polisario, Lahbib Mohamed Abdelaziz, wurde durch einen Drohnenangriff Marokkos getötet. Zwei weitere Mitglieder der Widerstandsorganisation des saharauischen Volkes wurden im Zuge des Angriffs ebenso ermordet.
Der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) veröffentlichte eine Stellungnahme, in der die Ermordung durch marokkanische Besatzungstruppen scharf verurteilt wird: „Dieser Angriff stellt eine sehr schwerwiegende Eskalation der Aggression des marokkanischen Regimes gegen die Demokratische Arabische Republik Sahara und gegen das gesamte saharauische Volk dar, das seit mehr als 50 Jahren unter dieser Besatzung lebt“. Es handelt sich bei dem Angriff darüber hinaus um einen Verstoß gegen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen, so der WBDJ.
Der WBDJ bekräftigt seine Unterstützung für den Befreiungskampf des saharauischen Volkes und insbesondere der saharauischen Jugend. Zugleich ruft er demokratische und antiimperialistische Organisationen weltweit dazu auf, die Politik des marokkanischen Regimes zu verurteilen und das Recht des saharauischen Volkes auf Widerstand und Selbstbestimmung zu verteidigen. Die Jugendorganisation der Frente Polisario, der saharauische Jugendverband (UJSARIO), ist selbst Mitglied im WBDJ.
Die Westsahara wird seit Jahrzehnten von Marokko besetzt gehalten. Seit dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft kämpft das saharauische Volk für seine nationale Unabhängigkeit. Mit der Ausrufung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara im Jahr 1976 schuf es die Grundlage seines eigenen Staates, dessen Souveränität jedoch bis heute durch die marokkanische Okkupation verhindert wird.
Der im Oktober letzten Jahres von den USA im UN-Sicherheitsrat vorgelegte „Autonomieplan“ hat diese Besatzung festgeschrieben. Die Unabhängigkeit der Westsahara soll dabei nicht einmal als Option eines Referendums zur Debatte stehen. Elf der 15 Sicherheitsratsmitglieder stimmten für diesen Antrag – China, Russland und Pakistan enthielten sich lediglich, während Algerien von der Abstimmung fernblieb. Im Hintergrund einigten sich die USA im Rahmen eines widerwärtigen Deals mit Marokko darauf, dass die marokkanische Regierung im Gegenzug das israelische Massaker an den Palästinenserinnen und Palästinensern unterstützt.
Quellen: WBDJ/Partei der Arbeit

















































































