Heftige Regenfälle haben in Molise einen großflächigen Erdrutsch ausgelöst. Bahn- und Straßenverbindungen entlang der Adria sind unterbrochen – ein Ende der Störungen ist nicht in Sicht.
Campobasso. Ein Erdrutsch in der Region Molise hat zentrale Verkehrsverbindungen entlang der italienischen Adriaküste schwer getroffen. Die Erdbewegung setzte am Dienstagmorgen ein und wird auf anhaltende, intensive Regenfälle der vergangenen Tage zurückgeführt. Besonders gravierend: Der Erdrutsch erstreckt sich über mehrere Kilometer und gehört zu einem seit Jahrzehnten bekannten, immer wieder aktiven geologischen Phänomen.
Sowohl der Bahnverkehr als auch wichtige Straßenverbindungen wurden unterbrochen. Eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen des Landes ist damit derzeit nicht durchgängig passierbar. Die Bahn hat bereits begonnen, Fernverbindungen über alternative Strecken umzuleiten.
Regionen abgeschnitten, Schulen geschlossen
Die Auswirkungen sind vor Ort deutlich spürbar. In der betroffenen Provinz bleiben Schulen und Universitäten vorübergehend geschlossen. Behörden begründen dies mit Sicherheitsrisiken und der angespannten Verkehrslage.
Auch überregional zeigt sich die Tragweite: Die südliche Region Apulien warnt vor Isolation, da gleichzeitig Straßen- und Bahnverbindungen entlang der Küste unterbrochen sind. Neben Pendlerinnen und Pendlern sind auch der Güterverkehr und der Tourismus betroffen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison.
Keine schnelle Entwarnung in Sicht
Nach Angaben von Expertinnen und Experten bleibt die Lage angespannt. Die Bodenbewegungen dauern an, wodurch Reparaturarbeiten derzeit kaum möglich sind. Besonders kritisch ist die Situation im Bahnnetz, wo Gleise durch den Erdrutsch verformt wurden.
Die italienische Regierung verfolgt die Entwicklung laufend und hat gemeinsam mit dem Zivilschutz Maßnahmen zur Krisenbewältigung eingeleitet. In der Region wurde der Notstand ausgerufen, mehrere Dutzend Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Eine rasche Rückkehr zur Normalität ist jedoch nicht absehbar: Erst wenn sich der Boden stabilisiert, können umfassende Reparaturen beginnen. Bis dahin bleibt eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen Italiens unterbrochen.
Quelle: IlFattoQuotidiano


















































































