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Europa rüstet auf – Waffenimporte fast verdoppelt

Stockholm. Die jüngste Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI zeigt Veränderungen im globalen Waffenhandel, die vor allem seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges beobachtet wurden. So zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Dynamiken im internationalen Waffenmarkt und eine beunruhigende Zunahme der Militarisierung in verschiedenen Regionen, insbesondere in Europa, das einen alarmierenden Anstieg der Waffenimporte verzeichnet.

Europa hat seine Waffenimporte in den letzten Jahren nahezu verdoppelt. Im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum sind die Importe von Großwaffen durch europäische Staaten um 94 Prozent gestiegen. Diese Eskalation spiegelt eine spürbare Veränderung in der Sicherheits- und Kriegspolitik europäischer Staaten wider. SIPRI-Experte Pieter Wezeman betont, dass dieser verstärkte Bedarf an militärischem Kriegsgerät wahrscheinlich weiterhin bestehen wird.

Die Dominanz der USA im Bereich der Waffenexporte bleibt unangefochten, sie zeichnen sich jetzt für 42 Prozent der globalen Lieferungen verantwortlich, ein Anstieg von 17 Prozent. Dieser Anstieg verdeutlicht eine fortgesetzte und verstärkte Militarisierung auf globaler Ebene, die durch die USA weiter befeuert wird. Interessanterweise hat Frankreich Russland als zweitgrößten Waffenexporteur überholt, mit einem Zuwachs von 47 Prozent in den Exporten zwischen 2019 und 2023.

Die Verschiebungen sind nicht nur auf Europa beschränkt. Länder außerhalb des Kontinents, insbesondere in Asien, haben ebenfalls ihre Waffenimporte erhöht. Indien, Pakistan, Japan und Südkorea haben ihre Waffenimporte deutlich gesteigert, auch hier sind geopolitische Spannungen als Hauptantriebskräfte zu sehen.

Trotz des allgemeinen Trends zu mehr Waffenkäufen ist paradoxerweise ein globaler Rückgang im Waffenhandel um 3,3 Prozent festzustellen.

Quelle: OÖN

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