St. Pölten. In Österreich werden weiterhin große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen, während gleichzeitig immer mehr Menschen auf Unterstützung angewiesen sind. Hilfsorganisationen machen nun auf den steigenden Bedarf an geretteten Lebensmitteln für armutsgefährdete Menschen aufmerksam.
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Soziale Lebensmittelgrundversorgung Niederösterreich sind österreichweit 1,68 Millionen Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, 261.000 Menschen leben in absoluter Armut. In Niederösterreich betrifft Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung rund 220.000 Menschen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, alleinerziehende Frauen sowie Familien mit mehr als drei Kindern.
Die ARGE, zu der unter anderem das Rote Kreuz Niederösterreich, die Caritas Wien, die Caritas St. Pölten, die soogut-Sozialmärkte und die Volkshilfe Niederösterreich gehören, rettet überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel und gibt sie an Menschen in schwierigen Lebenssituationen weiter.
Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Beim Roten Kreuz Niederösterreich hat sich die Zahl der Haushalte, die Ausgabestellen der Team Österreich Tafel und Sozialläden nutzen, seit 2020 nahezu verdoppelt. Heute werden wöchentlich mehr als 20.700 Menschen versorgt. Auch Caritas, Volkshilfe und soogut-Sozialmärkte berichten von steigender Nachfrage. Die soogut-Sozialmärkte verzeichneten im Vorjahr mehr als 322.000 Einkäufe an 22 Standorten.
Quelle: ORF





















































































