Der neue „digitale Reiseassistent“ der Westbahn, „West-Buddy“, soll Fahrgäste vor, während und nach der Zugreise mit Echtzeit-Informationen zu Anschlüssen, Verspätungen und vielem mehr unterstützen. Darüber hinaus verlinkt er auf ukrainische Kriegspropaganda und Spendenaufrufe für ukrainische Faschisten.
Während der Reise steht in der West-Buddy-App eine interaktive Karte mit Informationen, wo der Zug sich gerade befindet, zur Verfügung. Für diese interaktive Karte verwendet die Westbahn das Open-Source-JavaScript „Leaflet“ des ukrainischen Entwicklers Volodymyr Agafonkin.

Unter der Karte ist der Name dieses Skripts erwähnt und er verlinkt auf einen offenen Brief des Entwicklers. Der Inhalt dieses Briefes ist gelinde gesagt eine sehr einseitige Darstellung des Krieges in der Ukraine: „Die russischen Soldaten haben bereits Zehntausende Zivilisten getötet, darunter Frauen und Kinder, und begehen massive Kriegsverbrechen wie Gruppenvergewaltigungen, Hinrichtungen, Plünderungen und gezielte Bombenangriffe auf Zivilschutzräume und kulturell bedeutsame Stätten. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter, und die Ukraine braucht Ihre Hilfe.“
In den folgenden Absätzen wird dazu aufgerufen für die Ukraine zu spenden – praktischerweise mit einem entsprechenden Link. Dieser leitet auf die Seite „StandWithUkraine“ weiter. Dort ist die erste empfohlene Empfängerstelle für Geldspenden das ukrainische Militär. Das Geld werde „für den Kauf von Ausrüstung, Munition, Fahrzeugen usw. für Soldaten an der Front“ eingesetzt.
Es folgen weitere Spendenempfehlungen. Neben UNICEF USA ist hier etwa auch „Dzyga’s Paw“ aufgelistet und verlinkt. Auf deren Seite ist (Stand 10:00, 28. März 2026) ein erklärtes Spendenziel die Beschaffung von 50 Zielfernrohren für die Spezialeinheit „Tuman“ der faschistischen Asow-Brigade, um deren „Präzision und Effektivität auf dem Schlachtfeld zu verbessern“. Für die 93. mechanisierte Brigade der ukrainischen Streitkräfte wiederum sollen unbemannte Drohnensysteme finanziert werden, die „feindliche Panzer, Stellungen und Logistik in den heißesten Frontabschnitten aufspüren, lokalisieren und zerstören“.
Kurz vor Schluss wird dann noch zum Boykott russischer Software und generell allen russischen Unternehmen aufgerufen. Geendet wird dann mit dem Aufruf, der Fremdenlegion der ukrainischen Streitkräfte beizutreten.
Verlässt man dann die Seite „StandWithUkraine“ und kehrt zum offenen Brief von Entwickler Volodymyr Agafonkin zurück, sticht noch ein letzter Absatz ins Auge. „Wer nach all diesen Worten, noch immer die Taten der russischen Regierung unterstützt, soll Blumensamen in den Taschen mitführen“. Dabei referenziert der Entwickler eine Anekdote, die vom „Guardian“ großgemacht wurde, in der eine ukrainische Frau Sonnenblumensamen an russische Soldaten verteilte, damit Sonnenblumen wachsen, sobald diese auf dem Schlachtfeld ermordet werden.
Mordwünsche an alle Unterstützer der Russischen Föderation, ukrainische Kriegspropaganda, Aufrufe zum Beitritt der ukrainischen Fremdenlegion und Spendenaufrufe für die ukrainische Armee zur Beschaffung von tödlichen Drohnen und Zielfernrohren für ukrainische Faschisten sind für die Westbahn wohl genau das Lesematerial, das eine bequeme Reise mit dem Zug komplettieren soll.
Quelle: Leaflet/The Guardian/Stand with Ukraine


















































































