Kurz vor dem Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian-les-Bains sind in Genf rund 20.000 Menschen auf die Straße gegangen. Während die Demonstration zunächst friedlich verlief, kam es später zu Ausschreitungen mit Sachbeschädigungen und Zusammenstößen mit der Polizei.
Genf. Am Sonntag versammelten sich nach Angaben der Genfer Polizei rund 20.000 Demonstrierende, um gegen den bevorstehenden G7-Gipfel im benachbarten Frankreich zu protestieren.
Im Verlauf des Tages eskalierte die Situation mit der Polizei. Demonstranten sollen daraufhin ein Fahrzeug der Marke Tesla in Brand gesetzt haben. Mehrere Gebäude wurden beschädigt. Neben den eingeschlagenen Fenstern einer Bank gerieten auch die Büros von PricewaterhouseCoopers sowie die Räumlichkeiten der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ins Visier von Demonstranten. Die Polizei reagierte hartnäckig mit dem Einsatz von Tränengas. Feuerwehrkräfte löschten das brennende Fahrzeug, während Sicherheitskräfte den Bereich absperrten.
Nach Angaben eines Polizeisprechers befanden sich unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern etwa 600 Angehörige des Schwarzen Blocks. Im Anschluss an mehrere Zwischenfälle wurden die Demonstrierenden aufgefordert, die Versammlung aufzulösen.
Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen rund um den Gipfel
Der dreitägige G7-Gipfel beginnt am 15. Juni im französischen Evian-les-Bains am Genfersee. Erwartet werden die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Großbritanniens, Kanadas, der BRD, Italiens, Japans und der USA sowie Vertreterinnen und Vertreter der EU.
Im Vorfeld wurden auf beiden Seiten der Grenze umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. In Genf waren viele Straßen von Kontrollpunkten geprägt, während zahlreiche Geschäfte ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadierten. Rund um Évian wurden etwa 16.000 Polizisten, Gendarmen und Soldaten eingesetzt, unterstützt von Booten, Motorrädern, Drohnen, Reiterstaffeln und Diensthunden. Die Behörden verwiesen dabei auf die angespannte internationale Lage, die hohe Terrorgefahr sowie mögliche Sabotage- und Cyberangriffe.
Der Gipfel beginnt offiziell mit einem Arbeitsabendessen unter dem Titel „Gemeinsam die großen internationalen Herausforderungen bewältigen“. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Situation in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, globale Wirtschaftsfragen sowie der Einsatz und die Regulierung Künstlicher Intelligenz.
Bereits in den Tagen vor der Demonstration hatten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Genf versammelt. Zudem zeigte am Samstag eine Flottille von etwa 20 Booten auf dem Genfersee Banner gegen die G7 und zur Unterstützung Palästinas.
Während des Protestes waren unter anderem Anti-Trump-Banner sowie Plakate mit der Aufschrift „Antisemitic never; anti-Zionist always“ zu sehen. Nach Angaben der Organisatoren hatten die Teilnehmer im Vorfeld Informationsmaterial erhalten, darunter Karten der Sicherheitszonen sowie Hinweise zum Verhalten bei möglichen Polizeikontrollen oder Festnahmen.
Quellen: AP / Reuters / IlFattoQuotidiano





















































































