Im imperialistischen Krieg im Nahen Osten kommt es zu neuen Eskalationen. Während die internationalen Vermittlungsbemühungen und die Gespräche über einen brüchigen Waffenstillstand weiterlaufen, verschärfen sowohl die USA als auch Israel ihre Angriffe.
Teheran. Beirut. Gaza. Die Vereinigten Staaten führten nahe der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas Angriffe durch, wo sich ein wichtiger Marinestützpunkt an der strategisch bedeutenden Straße von Hormus befindet. Das US-Zentralkommando CENTCOM sprach von „Selbstverteidigungsmaßnahmen“ zum Schutz amerikanischer Truppen vor iranischen Bedrohungen. Nach Angaben aus Washington richteten sich die Angriffe gegen Raketenstellungen sowie gegen iranische Schiffe, denen vorgeworfen wird, Seeminen in der Region auszulegen.
Trotz der erneuten militärischen Eskalation betonte US-Außenminister Marco Rubio, dass eine diplomatische Einigung mit Teheran weiterhin möglich sei. Die laufenden Gespräche könnten noch mehrere Tage andauern. Ein wichtiger Verhandlungspunkt ist die von den USA geforderte Öffnung der Straße von Hormus. „Sie wird auf die eine oder andere Weise geöffnet werden“, so Rubio.
Während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder zunehmen, verschärft auch Israel seine kriminellen Angriffe auf den Libanon. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte eine „noch größere Intensivierung der Operationen“ gegen die Hisbollah an. Hintergrund sind unter anderem Drohnenangriffe der libanesischen Miliz, die der israelischen Armee empfindliche Verluste zugefügt haben.
Die Angst vor einer Ausweitung des Krieges wächst sowohl im Libanon als auch in Israel. In Beirut verlassen zahlreiche Bewohner die südlichen Vororte der Hauptstadt aus Sorge vor neuen Luftangriffen. Auf israelischer Seite bleiben Gemeinden nahe der Grenze zum Libanon bis auf Weiteres geschlossen, Schulen stellten den Unterricht ein.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der jüngsten israelischen Offensive mehr als 3.100 Menschen getötet und über 9.600 verletzt worden. Hunderttausende wurden vertrieben, während große Teile des Südlibanon schwere Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur erlitten haben.
Auch die Bevölkerung des Gazastreifens wird von Israel weiterhin in Blut ertränkt. Bei israelischen Angriffen wurden erneut mehrere Palästinenser getötet, darunter Mitglieder einer Familie im Flüchtlingslager Nuseirat. Weitere Angriffe trafen Gebiete bei Khan Younis sowie Stadtteile von Gaza-Stadt. Gleichzeitig verschärft sich die humanitäre Lage dramatisch.
Medizinische Einrichtungen warnen vor einem akuten Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung. Es fehlt an Medikamenten, Dialysefiltern und Insulin. Tausende chronisch Kranke und Kinder sind von der Unterversorgung betroffen. Besonders kritisch ist die Lage für Patienten mit Nierenversagen und Diabetes.
Auch im besetzten Westjordanland dauern israelische Militäreinsätze an. Mehrere Palästinenser wurden bei Razzien und bewaffneten Vorstößen verletzt.


















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