Mehrere europäischen Länder müssen aktuell mit einer frühen Hitzewelle kämpfen – unter anderem Frankreich, Großbritannien und Österreich. Am Pfingstmontag wurden in diesen Ländern mehrere Temperaturrekorde verzeichnet.
Wien. Paris. London. In mehreren europäischen Ländern kam es am Montag aufgrund der aktuellen Hitzewelle zu Rekordtemperaturen. Besonders alarmierend ist die Lage in Großbritannien und Frankreich.
Im Vereinigten Königreich wurde am Pfingstmontag der heißeste Maitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Das Thermometer zeigte 34,8 Grad Celsius – ganze zwei Grad mehr als der bisherige Rekordwert. „Diese Hitze wäre selbst mitten im Sommer außergewöhnlich, geschweige denn im Mai“, erklärte die britische Wetterbehörde Met Office. Fachleute warnen zudem, dass solche Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels künftig häufiger auftreten werden.
In Frankreich starben bereits sieben Menschen direkt oder indirekt an den Folgen der hohen Temperaturen. Für acht Départements im Westen des Landes galt die zweithöchste Warnstufe „Orange“, die die Bevölkerung zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen verpflichtet. Erstmals seit Einführung des nationalen Hitzewarnsystems im Jahr 2004 wurde dieses bereits im Mai aktiviert. Die Hitzewelle soll laut Prognosen bis Ende der Woche anhalten. Französische Expertinnen und Experten gehen ebenfalls davon aus, dass mit fortschreitendem Klimawandel die Temperaturen in den kommenden Jahren weiter steigen werden.
Auch in Österreich wurden in mehreren Bundesländern Hitzerekorde gebrochen. Besonders ungewöhnlich für diese Jahreszeit war die erste Tropennacht von Sonntag auf Montag.
Klimakrise und Profitinteressen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen erneut, dass der Kapitalismus nicht in der Lage ist, das drängende Problem des Klimawandels zu lösen. Während Wissenschaftler seit Jahren davor warnen, dass Hitzewellen bei gleichbleibend hohen CO₂-Emissionen immer häufiger und intensiver auftreten werden, stoßen Konzerne weiterhin enorme Mengen an Treibhausgasen aus, ohne dass bürgerliche Regierungen wirksame Maßnahmen dagegen durchsetzen.
Die steigende Zahl von Todesopfern durch Hitzewellen scheint für die großen Unternehmen ebenso zweitrangig zu sein wie andere Folgen der Klimakrise.
Quelle: Der Standard


















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